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Robert Parker Weinkritiker

Robert Parker - der Papst der Wein-Kritiker

Wenn guter Wein her muss, ist Robert Parkers Wein-Bewertung DER Richtwert. Kein Wein-Kritiker hat einen vergleichbaren Einfluss auf die Weinwelt. Besonders in Sachen französischer Rotwein ist der Erfolg enorm, den Parker-Punkte Wein versprechen. Hinter Robert Parker steht ein Team von erfahrenen Verkostern, mit denen er das Journal Robert Parker's Wine Advocate veröffentlicht. Mit dem Wine Advocate wurde in den 1980er Jahren das 100 Punkte-Schema als Standard der Wein-Bewertung durchgesetzt. Heute ist Robert Parker der Wein-Guru schlechthin.

Über Robert Parker

Wie bewertet Robert Parker?

Denkt man an Robert Parker, denkt man an Parker-Punkte. Parker-Punkte, das ist die Einheit, in der seit den 80er Jahren die Güte von Wein gemessen wird. 100 Punkte sind dabei das Maß aller Dinge - vorbehalten für einen vollkommenen und perfekten Wein. Doch auch unterhalb der Höchstbewertung findet sich durchaus guter Wein. Jeder Wein wird von Robert Parker und seinem Team nach dem selben Schema verkostet.

Zunächst werden Farbe und Geruch analysiert. Erfahrene Verkoster erkennen oft schon hieran, ob sich ein guter Wein im Glas befindet. Die Feuerprobe findet aber dennoch im Mund statt. Die Aromenwelt wird dabei genauso unter die Lupe genommen wie der Nachhall, den der Wein nach dem Schlucken hinterlässt.

Robert Parker: Weinkritiker, der verkostet und Notizen macht

Parkers Verkostungsnotizen

Auf der Suche nach einem guten Wein sollte man sich aber nie auf Punkte allein verlassen. Die Wein-Bewertung von Robert Parker besteht zusätzlich aus Verkostungsnotizen. So werden die Weine greifbarer für den Leser. Die Notizen geben einen tieferen Einblick in die Welt der Weine als es simple Punkte jemals könnten.

Der Wine Advocate ist bekannt für seine nüchterne und fokussierte Ausdrucksweise. Robert Parker ist die Beschreibung wichtig. Blumige Wortspielereien und lautmalerische Vergleiche sucht man im Wine Advocate vergeblich.

Der Wine Advocate ist mit den Jahren zu groß geworden, um jede Wein-Bewertung im Alleingang zu stemmen. Ging in der Anfangszeit noch jeder bepunktete Wein - mindestens - einmal durch Herrn Parkers Glas, ist heute ein ganzes Team für die Wein-Bewertung des Wine Advocate zuständig. Im Mai 2019 gab Robert Parker seinen Rückzug in den wohlverdienten Ruhestand an. Der Pate hat das Ruder nun nicht mehr in der Hand, doch der Wine Advocate wird seine Urteilskraft dadurch sicher nicht verlieren. Hochgradig trinkerfahrene Sommeliers und Journalisten führen das Erbe Robert Parkers gewissenhaft fort.

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Das bedeuten die Parker-Punkte

  • 96-100 Parker-Punkte: Herausragender Wein, der alle Attribute eines klassischen Vertreters seiner Rebsorte und seines Typs in größter Komplexität widerspiegelt. 100 Parker-Punkte sind besonders rar. Oft erhalten nur eine Handvoll guter Weine eines Jahrganges die Höchstbewertung.
  • 90-95 Parker-Punkte: Großartiger Wein mit außergewöhnlichem Charakter und höchster Komplexität.
  • 80-89 Parker-Punkte: leicht überdurchschnittlicher Wein bis sehr guter Wein mit besonderer Finesse
  • 70-79 Parker-Punkte: durchschnittlicher und fehlerfreier Wein, der sich aber durch nichts auszeichnet oder abhebt
  • 60-69 Parker-Punkte: unterdurchschnittlicher Wein mit klar erkennbaren Defiziten
  • 50-59 Parker-Punkte: nicht akzeptabel, fehlerhaft
 
Xavier Vignon Lirac 2016
Lirac 2016
Xavier Vins
Rotwein • Frankreich • Rhône
Wine in Black '93+Punkte Best of Parker'-Set
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Wer ist Robert Parker?

Parker: Jurist mit Liebe zum französischen Wein

Obwohl seine Deutungshoheit beim Thema französischer Rotwein etwas anderes vermutet ließe, ist Robert Parker US-Amerikaner. Genau genommen stammt er aus Baltimore, wo er zunächst Jura studierte und einige Jahre als Rechtsanwalt tätig war.

Zum Wein kam Robert Parker mit zwanzig Jahren während seines ersten Aufenthaltes in Frankreich. Mit frisch entfachter Leidenschaft sog Robert Parker sämtliches Weinwissen auf. Ob Rotwein, Weißwein oder Schaumwein, von Bordeaux bis in die Champagne: schnell entwickelte sich der junge Jurist zum Fachmann für französische Weine.

Robert Parker's Wine Advocate

In den 70er Jahren begann Robert Parker, sich immer professioneller mit Wein zu beschäftigen. 1978 erschien die erste Ausgabe des Wine Advocate, jener Zeitschrift, die seitdem für die Weinbranche einen fast biblischen Status innehat.

1984 war der Erfolg des Wine Advocate so groß, dass Robert Parker sein Juristendasein beenden und sich fortan ausschließlich dem Wein widmen konnte. Mit seiner Zeitschrift etablierte Robert Parker die nach ihm benannten Parker-Punkte. Heute ist dieses System der Wein-Bewertung zum international unumstößlichen Standard geworden.

"Der Rechtsanwalt aus Baltimore verfügt zweifellos über eine hervorragende Nase." - Paula Bosch, deutsche Sommelière

Parkers Bestseller-Buch Bordeaux

Neben dem regelmäßig erscheinenden Wine Advocate machte Robert Parker auch als Buchautor auf sich aufmerksam. 1985 erschien das Buch Bordeaux. Im Untertitel ein wenig großspurig als 'Der einzig wahre Leitfaden zu den seit 1961 produzierten Jahrgängen' angepriesen. Mit The Wines of Rhône Valley and Provence beschäftigte sich auch Parkers zweites Buch mit seiner Liebe zum französischen Wein.

Von Frankreich auf in die ganze Wein-Welt

War Robert Parkers Anfang noch sehr französisch geprägt, erweiterte sich das Repertoire der Wein-Bewertungen spätestens in den 90er Jahren. Besonders italienische Rotweine und Vertreter aus Parkers amerikanischer Heimat gewannen an Bedeutung.

Heute wird man beim Wine Advocate auf der Suche nach einer Verkostungsnotiz oder einer Wein-Bewertung aus der ganzen Welt fündig. Von China bis nach Kalifornien nehmen Robert Parker und seine Verkoster Rotweine, Weißweine und Schaumweine unter die Lupe.

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Warum ist Robert Parker so einflussreich?

Parkers Einfluss

Wenn Robert Parker Weinen Punkte gibt, horcht die Weinwelt auf. Denn kaum ein Kritiker vermochte es, die Branche ähnlich zu prägen wie Robert Parker und sein Wine Advocate. Besonders französischer Rotwein schoss nach einer Wein-Bewertung von 99 oder 100 Parker-Punkten oftmals ins Unbezahlbare. Dies gilt vor allem für den Sekundärmarkt - der Ort, an dem Sammler Weine wie Anlagegüter traden.

Aber auch die Preise der Weingüter richten sich nach der Stimme aus den USA. Wissenschaftler der Universität Toulouse wiesen sogar einen signifikanten Zusammenhang nach zwischen den Preisen der Château-Weine in Bordeaux und Robert Parkers Punkten.

Vokabeln wie Parker-Mania oder Parkerization machen das ganze Ausmaß von Robert Parkers Einfluss deutlich. Parker-Mania beschreibt die enorme Nachfrage nachdem ein Wein Parker-Punkte im höchsten Bereich erhalten hat. Vor allem auf dem chinesischen Markt, aber auch in Europa und den USA, hat das Wort Parkers Gewicht.

"Die imperiale Hegemonie sitzt in Washington und der Diktator des Geschmacks in Baltimore" - Hugh Johnson, britischer Wein-Kritiker

Einleuchtende Wein-Bewertung

Robert Parker bietet dabei genau das, was Weintrinker suchen. Vom Laien bis zum Kenner: Seine Wein-Bewertung ist klar und für jeden verständlich. 100 Parker-Punkte, besser geht’s nicht. Das leuchtet auch ein, wem eine Wein-Bewertung zuvor nicht viel sagte.

Damit machen Parker-Punkte Wein leichter verständlich als andere Schemata. Leichtes Spiel haben die Parker-Punkte außerdem, da sie sich am bereits bekannten 100 Punkte-Schema des amerikanischen Schulsystems bedienen.

Kräftige Rotweine

Gewichtig sind auch die meisten der Weine, denen Robert Parker Punkte im herausragenden Bereich verleiht. Robert Parker habe ein Faible für reife und konzentrierte Weine, wirft ihm so mancher Kritiker und Konkurrent vor. So ist französischer Rotwein, der traditionell kräftig ist, besonders häufig mit 100 Punkten bewertet. Ein kraftvoller Côte-Rôtie oder ein von Kompott geprägter Pomerol schneidet bei Parker meist besser ab als ein fein ziselierter Chambolle-Musigny aus dem Burgund.

Für viele ist eine Wein-Bewertung von Robert Parker so wichtig geworden, dass sie ihre Weine förmlich auf dessen Geschmack zuschneiden. Paradox wird das, wenn Weine, die eigentlich ein völlig anderes Profil haben, plötzlich parkerisiert werden. So versuchen besonders Winzer in den USA mit konzentriertem und vollreifem Pinot Noir zu trumpfen.

Letzten Endes ist aber auch Robert Parker ein Mensch. Und Menschen haben nun mal Vorlieben und Geschmäcker. Vorwerfen muss man das Robert Parker nicht. Ungebrochen sind sein Ruf und seine Bedeutung noch immer!

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