Kategorien
Lifestyle

Silvester: Sekt, Champagner und andere prickelnde Freuden

Bald ist Silvester! Sekt – oder besser gesagt – Schaumwein im Allgemeinen sollte also rechtzeitig in rauen Mengen kalt gestellt werden. Wir verraten Ihnen, was bei uns zum Jahreswechsel ins Glas kommt. Vom Insider-Tipp bis zum schäumenden Klassiker.

Woher die Tradition stammt, dass zum Jahreswechsel mit Schaumwein angestoßen wird, ist nicht ganz klar. Eine mögliche Erklärung ist die, dass Champagner und andere Prickler zunächst nur für die wohlhabenden Schichten erschwinglich war. Normalverdiener konnten sich die edlen Weine nur zu besonderen Anlässen leisten. Wie eben zu Silvester. Sekt & Co. sind aber mittlerweile glücklicherweise für alle Genießer erschwinglich und zum Jahreswechsel nicht mehr wegzudenken.

Nicht nur an Silvester: Sekt vom Winzer ist im Kommen

Im Fußball mag es momentan nicht mehr so rund laufen für uns. Was den Schaumwein-Konsum angeht, sind wir hierzulande allerdings weiterhin Weltmeister. Wie das Handelsblatt schreibt, werden rund 16 Prozent aller Schaumweine weltweit in Deutschland getrunken. Selbst in Frankreich, immerhin Heimat des Champagners, liegt die Menge deutlich darunter. Was uns besonders freut: Die qualitativ hochwertigen Winzersekte gewinnen gegenüber ihren Kollegen aus dem Discounter deutlich an Boden. 

Aber Hand aufs Herz: Ein Schäumer wie der Riesling Sekt Brut 2018 vom Weingut Reinhardt hat so gar nichts gemein mit Rotkäppchen, Henkell, Mumm und Co. Lukas Reinhardt, der das Gut mittlerweile mit seiner Schwester Anna in dritter Generation führt, ist einer der Aufsteiger des vergangenen Jahres. Sein Riesling Sekt belegte beim Deutschen Sektpreis den zweiten Platz! Frucht und Eleganz stehen hier harmonisch nebeneinander, das Mousseux perlt gleichmäßig wie ein Uhrwerk und sorgt für Schwung und Verve am Gaumen. Unser Silvester-Sekt-Tipp!

Eine Frau im Paillettenkleid mit Sektgläsern auf einer Silvester-Party
Überzeugt mit feinstem Mousseux und eleganter Frucht: Winzer-Sekt!

Perlen à la française

Eine Frage, die sich regelmäßig stellt, nicht nur an Silvester: Sekt oder Champagner? Als Cocktail oder solo? In der Herstellung unterscheiden sich ein guter Winzersekt und sein französisches Pendant eigentlich kaum. Stilistisch lässt sich allerdings durchaus ein Unterschied ausmachen. Das liegt schon alleine an den Rebsorten, die traditionell zum Einsatz kommen. Die deutschen Sekte werden meist aus Riesling vinifiziert, die Frucht steht hier im geschmacklichen Fokus. Demgegenüber punkten die französischen Champagner, die oft auf den Burgunder-Rebsorten basieren, mit hefigen Noten, die an Brioche oder anderes Gebäck erinnern.

Auch jenseits der deutsch-französischen Grenze schlägt unser Herz natürlich auch für die kleinen, familiengeführten Champagnerhäuser. Bei Baron Albert liegt die Champagner-Bereitung beispielsweise komplett in Frauenhand. Die drei Schwestern Claire, Lise und Aline Albert bringen mit dem 'L'Éloquente' Brut einen Winzerchampagner auf die Flasche, dessen Preis uns angesichts der Qualität immer wieder die Augen reiben lässt. 

Aber natürlich gibt es auch solche, für die an Silvester nur einer der großen Prestige-Schäumer ins Glas kommt. Und auf solch einen Wunsch kann es eigentlich nur eine Antwort geben: 'Dom Pérignon' Vintage 2010. Einer der schillerndsten Namen der Sparkling-Welt und mit seinem eher weinig anmutenden Charakter auch bei champagnerunerfahrenen Gästen eigentlich immer eine sichere Bank.

Einen besonderen Tipp haben wir dann doch wieder aus dem Inland für Sie. Denn wenn es ein Sekthaus gibt, das stilistisch eher dem französischen als dem deutschen Ideal verpflichtet ist, dann ist es Raumland. Volker Raumland, der das Zepter mittlerweile an seine beiden Töchter abgegeben hat, ist ein wahrer Perlen-Magier. Das Flaggschiff des Hauses, der 'Triumvirat XI' Grande Cuvée Brut 2011, wird aus Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay vinifiziert und gehört regelmäßig zu den am besten bewerteten Sekten Deutschlands. 

Prickelndes aus Italien

Sekt in fünf stilvollen Gläser
So stilvoll geht ein genussreicher Rutsch ins neue Jahr!

Auch in Italien feiert man zu Silvester. Sekt kommt hier freilich nur selten ins Glas. Dafür stehen mit dem Prosecco zu viele köstliche Alternativen zur Verfügung. Allerdings können hier Freud und Leid recht nahe beieinander liegen. Denn längst nicht alles, das sich mit dem Label Prosecco schmückt, sorgt für überschäumende Freude. Doch die Winzer haben ihre Hausaufgaben gemacht und begegnen den Qualitätseinbußen mit knallharten Standards.

Denn die besten Prosecco wie der Bacio della Luna Prosecco Brut 2019 tragen die geschützte Herkunftsbezeichnung Conegliano Valdobbiadene Superiore. Gerade einmal 15 Gemeinden gehören zu diesem illustren Kreis. Vorgaben wie die maximalen Hektarerträge oder die zugelassenen Rebsorten stellen hier sicher, dass die Qualität stimmt. Wenn Sie also mehr suchen als launiges, italienisches Lebensgefühl, dann achten Sie auf diesen Zusatz auf dem Label Ihres Prosecco! Was auch immer bei Ihnen zu Silvester ins Glas kommt: Wir wünschen Ihnen einen phantastischen Jahreswechsel und natürlich Ihren Lieblings-Schaumwein im Glas!

Tanja Stein

Von Tanja Stein

Als Rheinhessin wuchs Tanja Stein quasi zwischen Reben auf. Riesling, Silvaner, Scheurebe - die Liebe vor allem zum deutschen Wein wurde schon früh gelegt. Ein Studienjahr in Paris entfachte die gleiche Leidenschaft für Frankreich. Neben Studium und Promotion hat sie die Weinwelt nie richtig losgelassen. Nach einigen Jahren in der Gastronomie und im Vertrieb ist sie heute bei Wine in Black im Marketing tätig.

Weine aus unserem Shop, die zu diesem Artikel passen:

1 Anwort auf „Silvester: Sekt, Champagner und andere prickelnde Freuden“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.