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Sommerweine: Coole Weine für heiße Tage

Zeit für Sommerweine! Die Temperaturen steigen, uns alle zieht es nach draußen. Fehlt nur noch der passende Tropfen im Glas. Wir verraten Ihnen, was einen Wein zum Sommerwein macht – und worauf Sie bei der Auswahl achten können.

Tanja Stein Von Tanja Stein

  | 24. Juni 2021

Fällt das Wort Sommerweine, dann denken viele zwangsläufig an glockenklare Weißweine und eisgekühlte Rosés. Da ist sicherlich auch etwas dran, aber es ist eben nicht die ganze Wahrheit. Denn natürlich gibt es auch rote Sommerweine. Und von all den prickelnden Köstlichkeiten wollen wir gar nicht sprechen, die passen schließlich immer. Wann ist ein Wein also ein passender Sommerwein? Wenn es die Farbe nicht ist, dann nähern wir uns der Frage doch über den Charakter. 

Die perfekten Sommerweine sind leicht, fruchtig und unkompliziert. Und zwar all das im allerbesten Wortsinne! Denn einen beliebigen Wein wollen wir nicht im Glas haben - egal wie hell die Sonne am Himmel strahlt. Aber die passenden Sommerweine dürfen nicht allzu viele Ansprüche an uns stellen. Schließlich stehen sie naturgemäß weniger im Fokus als beispielsweise Große Gewächse, die ein feierliches Dinner begleiten. Wenn wir mit Freunden im Sommer draußen sitzen, dann steht der Spaß im Vordergrund: es wird gequatscht, gelacht, gegrillt, geschwommen oder gedöst. Unsere Sommerweine sind zwar stets mit von der Partie, aber wir genießen sie eher nebenher. Diesem Anspruch müssen sie gerecht werden - und zwar völlig unabhängig von der Farbe.

Sommergenuss von der Atlantikküste

Picknick am Strand mit Obst, Kuchen und Sommerwein
Sanfte Meeresbrise, Abendlicht, Strandpicknick: Das Leben ist gut.

Da Weißweine ohnehin deutlich kühler getrunken werden als Rotweine, sind sie prädestiniert für sommerlichen Genuss. So weit, so verkürzt. Denn mitnichten eignet sich jeder Weißwein für das Picknick im Park oder ein paar entspannte Stunden am örtlichen Baggersee. Zunächst einmal schließen wir all jene Kollegen aus, die im Holzfass ausgebaut wurden. Bitte nicht falsch verstehen: Das sind phantastische Weine, keine Frage! Aber mit ihrem vollen Körper und dem cremig-schmelzigen Mundgefühl für uns nur bedingt als Sommerweine geeignet. Wir suchen nach etwas Leichtem, mit einer lebendigen Weinsäure und einem feinen Fruchtspiel. 

Mit diesem Geschmacksprofil vor Augen, landet man schnell im spanischen Galicien und bei Albariño-Weinen. Frische pur kommt hier ins Glas, alleine das Bouquet erinnert mit seiner salzigen Note an einen Spaziergang am Meer. Die Frucht ist vorhanden, aber nicht so überbordend, die Weinsäure dagegen angenehm ausgeprägt, aber harmonisch in den Gesamteindruck eingebunden. Jetzt noch ein paar Tapas oder wahlweise Antipasti dazu und das Leben ist gut! Noch etwas knackiger geht es ein wenig weiter westlich zu. Denn dort befinden wir uns mittendrin in der Heimat des portugiesischen Vinho Verde - Sommerweine par excellence. Die Trauben werden früh gelesen und bringen so naturgemäß mehr Weinsäure mit. Die Weine scheinen vor Lebendigkeit schier zu vibrieren auf der Zunge. Das erfrischt ungemein und macht auch noch Spaß, wenn die Sommersonne schon längst hinter dem Horizont verschwunden ist. 

Sommerwein-Trend: Rosé

Vor allem im Sommer sind sie DAS Trend-Getränk unserer Zeit: die Rosés, die unsere Gläser vom hingehauchten Lachsrosa bis hin zu kräftigem Pink in allen möglichen Rosa-Schattierungen erstrahlen lassen. Das schreit doch nahezu nach den perfekten Sommerweinen, oder? Ganz recht! Mit einem Rosé im Glas ist es nahezu unmöglich, etwas falsch zu machen. Denn sie bringen schon viel von dem mit, was Sommerweine ausmacht. Sie werden kühl getrunken, so gut wie nie im Fass ausgebaut (natürlich gibt es hier Ausnahmen) und bringen eine zauberhafte Fruchtaromatik mit.

Ob man nun lieber nach einem Klassiker wie einem Provence-Rosé greift oder sein Herz an eines der pinken Prachtexemplare verliert, wie man sie häufig aus Italien oder Spanien kennt, ist letztlich Geschmackssache. Wir mögen’s klassisch und bleiben in der Provence. Vergessen dabei jedoch nicht, dass auch die Welt der Schaumweine wunderbare Rosés zu bieten hat. Mit einem Rosé-Champagner die Sommernacht durchtanzen? Aber ja! Denn wer hat behauptet, dass es die Sonne am Himmel braucht, um die perfekten Sommerweine zu genießen?

Sommerweine: Rosé-Champagne mit Blüten und Erdbeeren auf einer Decke
Perfekt für tropische Nächte: Sommerweine wie Rosé-Champagner.

Rote Sommerweine: Die Gretchenfrage

Weißwein- und Roséliebhaber kommen im Sommer voll auf ihre Kosten. So viel ist klar. Doch was ist mit all jenen Rotwein-Aficionados, deren Herz für Barolo, Napa-Cab oder Merlot schlägt? Steigen die im Sommer auf Bier um oder bleiben gar abstinent? Und spätestens bei der nächsten Grillparty stellt sich auch für alle anderen die Frage: Welche Roten sind denn echte Sommerweine? 

Natürlich gibt es auch bei den Roten Weine, die an heißen Sommertagen besser passen als andere. Ein XXL-Blockbuster aus Süditalien oder der Neuen Welt bei 30 Grad im Schatten? Kann man machen, ist aber sicherlich nicht zuträglich. Wir halten’s auch hier eher leicht und setzen auf Rebsorten, die man für ihre Filigranität feiert. Ganz schnell landet man dann bei Pinot Noir. Selbst mit dezentem Holzeinsatz sind die Weine meist keine Wuchtbrummen und - ein unschlagbarer Vorteil im Sommer - können auch leicht gekühlt getrunken werden. Ob im Burgund, in Baden oder auch in Neuseeland - rote Sommerweine, so weit das Auge reicht! 

Zwei Gläser mit Rotwein auf grünem Untergrund und Schattenwurf
Am schönsten leicht gekühlt: Sundowner in Rot.

Sommerweine: Noch mehr Tipps

Stilistisch recht nah dran am Burgunder-Ideal ist auch die spanischen Mencía-Traube, die im Nordwesten des Landes, in Bierzo, zu Hause ist. Auch sie ist eine eher leichte, filigrane Vertreterin der Rebsorten-Zunft. Die Trauben wachsen oft in großer Höhe, was ihnen einen zusätzlichen Frischekick verleiht. Das schmeckt nicht nur als Sundowner, sondern passt auch wunderbar zu allerlei köstlichem Grillgut. 

Sie sehen: Sommerweine können herrlich viel Abwechslung ins Genussleben bringen! Wobei natürlich auch hier gilt: es passt, was schmeckt. Amarone-Liebhaber müssen auf ihren Liebling im Sommer wahrlich nicht verzichten. Wer im Spätsommer den Abendsonne mit sanft prickelndem Federweißer ausklingen lassen möchte, muss sich mit diesem Klassiker wirklich nicht verstecken. Und auch Weine, die lange im Holz ausgebaut wurden, braucht man bei steigenden Temperaturen wahrlich nicht verteufeln. Bleiben Sie sich und Ihren Vorlieben treu, dann finden Sie auch Ihren idealen Sommerwein!

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