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Bernhard Ott

Das Weingut Ott ist bekannt dafür, einer der Meister für Österreichs autochthone Rebsorte zu sein – den Grünen Veltliner. Ansässig ist der Betrieb im Osten des Alpenlandes im Bundesland Niederösterreich, das unmittelbar an die Slowakei und Tschechien angrenzt. Das Gut ist Mitglied der Traditionsweingüter Österreich. Hier entstehen im Weinbaugebiet Wagram bei Bernhard Ott seit über vier Generationen weltweit gefragte weiße Spitzenweine. Diese überzeugen auch das österreichische Wein- und Gourmetjournal Falstaff zu 100% und 2008 kürte man Bernhard Ott sogar zum Winzer des Jahres. 2013 vergibt das Kennermagazin weiterhin vier redlich verdiente Sterne („konstant herausragende Qualität, die auch international wahrgenommen wird“). Der renommierte Vinaria-Weinguide adelte Ott in seiner Ausgabe 2013/14 gar mit der Höchstwertung als „herausragendes nationales und internationales Spitzenweingut“ (5 Kronen) und „Der kleine Johnson 2014“ sieht ihn als „Spezialist für Grünen Veltliner“.

Die Weinberge von Bernhard Ott umfassen etwa 30 Hektar und liegen in dem kleinen Örtchen Feuersbrunn, das zur Marktgemeinde Grafenwörth gehört. Diese ist eine der ältesten und bedeutendsten Weinbauorte in Niederösterreich. Die Donau fließt hier von West nach Ost, die Hauptstadt Wien ist südöstlich etwa 60 km entfernt. Das für seinen Wein- und Kirchbau berühmte St. Pölten liegt knapp 30 km südwestlich entfernt.
Der bis zu 40 Meter hohe Wagram-Höhenzug erstreckt sich an beiden Seiten der Donau und an deren Nordseite steigt eine steile, von weitem sichtbare Stufe aus eiszeitlichem Löss empor. Hier liegen knapp 7 km nördlich des Donauufers die 15 Meter dicken Löss-„Rieden“ (österreichisch für „Rebflächen“) des Bernhard Ott: Rosenberg, Spiegel, Vom Roten Schotter, Am Berg und Tausend Rosen. Das Klima ist hier geprägt von pannonischer Milde, die sich mit der Frische des Waldviertels abwechselt. Bis 2007 war das Gebiet übrigens nominell noch Teil des Weinbaugebiets Weinviertel, seitdem heißt es Weinbaugebiet Wagram.

Im Weinbetrieb Ott wird hauptsächlich Grüner Veltliner angebaut, mit 95% ist er absolut dominant. Daneben wachsen noch etwas Sauvignon und Riesling auf höheren Rebflächen auf schottrigen Böden. Als kleines Schmankerl werden zusätzlich auf etwa 4 Hektar Fläche Marillen (Aprikosen) angebaut, deren reife Früchte an ein Münchner Luxus-Restaurant geliefert werden. Außerdem veredelt der in Österreich bekannte Landwirt und Brenner Hans Reisetbauer (Falstaff Meisterbrenner 2014) diese zu Marillenbränden erster Güteklasse. Die Rebflächen von Bernhard Ott sind Ost-West Terrassen auf 260-350 m über dem Meeresspiegel und liegen exponiert. Sie sind hervorragende Wasserspeicher und die zwei großen Lagen, Spiegel und Rosenberg, sind dabei am Feuersbrunner Hengstberg nach Süden ausgerichtet. Heiße Sommertage, warme Westwinde und kühle Nächte sorgen dabei für Aromatik, Tiefe, Mineralität, Eleganz sowie Finesse bei den Trauben. Am Rosenberg finden sich Einschlüsse von Mikro- und Makrofossilien, Sandstein und Schlier, am Spiegel wiederum verschiedene Sandsteinarten. Nördlich begrenzt werden die Lagen durch Hollabrunner Schotterkegel (Kalk- und Flyschschotter) und Gföhler Gneis (migmatitischer Granitgneis). Zentrale Bedeutung besitzt aber der Löss, ein kalkhaltiges, äolisches Sedimentgestein, das als Flugsand in den letzten Eiszeiten in alle Richtungen gewirbelt wurde. Löss ist ein idealer Boden für Grüne Veltliner-Reben.

Seit 1889 werden die Weinberge der Otts bereits bewirtschaftet. Der große Durchbruch jenseits der Alpen und eine enorme Qualitätssteigerung kamen jedoch durch die konsequente Umstellung auf biodynamische Landwirtschaft. Bernhard Ott und sein Kellermeister Günter Weisböck achten auf geschlossene Kreisläufe, nachhaltige Begrünung der Weingärten und Verzicht auf schwere Maschinen. Auch die Zusammenarbeit der Belegschaft auf Augenhöhe wird hier besonders geschätzt. Zum Düngen wird aus Kompost, Trester, Stroh und Rebholz ein besonders ergiebiger und naturnaher Humus hergestellt. Die Böden bleiben so ausgeglichen, was auch die Sortenvielfalt anderer Pflanzen begünstigt. Dies lockt wiederum Nützlinge wie Bienen, Hummeln, Wespen, Spinnen, Käfer und Regenwürmer an, ohne die im Garten nichts läuft. Die Grünen Veltliner von Bernhard Ott sind dadurch stark terroirgeprägt und strahlen vor Mineralität, Brillanz, feinen Aromen und Transparenz. Ott selbst glaubt ebenfalls eher an die konsequent hochwertige Arbeit am Berg als im Keller: „Entscheidend ist einzig und allein die Weinbergsarbeit. Der Weingarten ist die Quelle aller Qualität, im Keller kann man nur noch Fehler machen, “ so sein Statement.

Überzeugt ist Bernhard Ott von schonender, nicht übermäßig reduktiver Vinifikation, wenig Schwefelzugabe und längerer Lagerung auf der Feinhefe. Dieses Wissen hat er sich vor allem im Ausland angeeignet, in das er 1992 als 20-jähriger Jungwinzer auszog. Hier ließ er sich inspirieren, weit weg vom 800-Seelen-Ort Feuerbrunn, der ihm damals zu eng wurde. Auch sein neues Projekt, das er seit 2009 betreibt, ist mit Sicherheit von Reisen beeinflusst: der Ausbau von Weinen in riesigen Ton-Amphoren. Diese Methode war bereits in der Antike bekannt, ist aber auch heute noch in Georgien weit verbreitet. Bernhard Ott wählte den Namen „Qvevre“ für seine Amphoren-Weine. Diese werden bis zum Hals in Feuersbrunner Löss vergraben und so auf natürliche Weise vergoren - 2010 sorgte der Winzer damit auf vielen Weinmessen für Aufsehen.

Der Betrieb von Bernhard Ott ist durch seine konsequente Arbeit am Rebberg und im Weinkeller zu einem der großen Namen der österreichischen Weinszene aufgestiegen. Sein Meisterwerk sind glockenklare, fein mineralische sowie entwicklungs- und lagerfähige Grüne Veltliner (Spitzenweine liegen gut 10 bis 20 Jahre). Man findet sie auf den Karten der weltweit besten Restaurants und so manch einer zieht sie sogar teuren Burgundern vor! Auf dem Weingut Ott werden so Weine auf Weltniveau erschaffen, die man nicht verpassen sollte. Weine aus der Region entdecken

RegionNiederösterreich
InhaberBernhard Ott
Webadressewww.ott.at
Rebflächen30 Hektar
AnbauRosenberg, Spiegel, Vom Roten Schotter, Am Berg und Tausend Rosen