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Domäne Wachau

Das Weingut Domäne Wachau verfolgt als Winzergenossenschaft seit über einem Jahrzehnt einen kompromisslosen Qualitätsweg, den es erfolgreich sowohl beim Anbau der Trauben, der Pflege der Rebflächen sowie der Arbeit im Keller beschreitet. Auf wenigen Kilometern zwischen Krems und Melk entstehen hier beeindruckend präzise und klare Weine, die bereits zur Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrages 1955 ausgeschenkt wurden.
Die Domäne Wachau ist das bekannteste und renommierteste Weinanbaugebiet Österreichs und seit 2001 sogar Unesco-Weltkulturerbe. Dieses Würdigung der Winzerarbeit zeigt sich auch in den Auszeichnungen: das österreichische Wein- und Gourmetjournal Falstaff verlieh der Domäne Wachau 2014 drei Sterne als „Erzeuger von sehr hoher Qualität“, dessen Weine „zu den besten des Landes gezählt werden.“ Selten werden Weine der Domäne von Falstaff mit weniger als 90-95 Punkten bedacht. Der renommierte österreichische Vinaria-Weinguide vergibt in seiner Ausgabe 2013/14 ebenfalls drei Kronen für ein „hervorragendes Weingut der erweiterten Spitzenklasse“ mit „ausgezeichneten Qualitäten und teils herausragenden Weinen.“ Der „Kleine Johnson“ titelt 2014, die Domäne Wachau sei eine „hervorragende Erzeugergenossenschaft mit immer besseren Topqualitäten“ und vergibt drei Sterne für das Weingut.
Die Domäne Wachau liegt in der kleinen Mittelalterstadt Dürnstein, direkt am Nordufer der Donau in der Natur- und Kulturlandschaft Wachau. In nur 6 km Entfernung liegt die Stadt Krems, knapp 25 km südöstlich befindet sich St. Pölten, das für seinen Kirchen- und Weinbau berühmt ist. Die Hauptstadt Wien ist wiederum nach 70 km im Südosten zu erreichen. Auf 440 Hektar Rebfläche stehen hier etwa 30 Prozent der gesamten Weinberge der Region Wachau mit den Lagen Achleiten, Bruck, Hochrain, Kellerberg, Kollmitz, Loibenberg, Singerriedel und Tausendeimerberg (Burgberg) . Die Genossenschaft kann als einziges Weingut Weine aus allen Spitzenlagen der Wachau anbieten. Zwei Drittel der Weingärten befinden sich auf steilen Terrassenlagen, daher überwiegt hier die Handarbeit. Die Böden sind karg und steinig, es regnet oft, kühle Winde aus dem Waldviertel wehen über die Pflanzen hinweg. Mineralisch findet man hier sandigen Orthogneis, Feldspat, Quarz, Lössauflage und Glimmer. Die Reben stehen auf dem Sockel eines uralten Gebirges, das den Wachauer Weinen ihre mineralische Note verleiht.
Dass dennoch alles so gut gedeiht, liegt an besonderen Mikroklimata, die in südlich exponierten Hangmulden unter pannonischem Klimaeinfluss entstehen. So abweisend die Urgesteinsböden sein mögen, sie ermöglichen den Pflanzen tief zu wurzeln und Mineralstoffe aus der Tiefe der Erde aufzunehmen. Dank der Porosität des Gesteins ist außerdem eine schnelle Erwärmung und der Wasserabzug nach Regenschauern gewährleistet.

Hier wachsen überwiegend weiße Rebsorten, allen voran die autochthone österreichische weiße Leitsorte Grüner Veltliner, der etwa zur Hälfte die Wachauer Rebberge bedeckt. Gefolgt vom Riesling, der in keiner Region Österreichs so stark vertreten ist, wie auf den Weinbergen Wachaus. Bei den roten Rebsorten sind Blauer Zweigelt sowie Pinot Noir vertreten. Die seit 1997 durchgesetzte Qualitätsrichtlinie „Wachau 2010“ hat wiederum nicht nur zu einem besseren Verständnis von geologischen und klimatischen Bedingungen geführt. Zusätzlich wurden die Winzer der Genossenschaft mit einem Bonus-System zur selektiven Ernte von Hand motiviert, die dezentral gelegenen Presshäuser mit Computertechnik versehen und die Anlagen verbessert, so dass auch geringe Mengen ausgewählter Lagen vinifiziert werden können. Diese Technologien erlauben es, die Trauben nach Rebsorte, Rebberg und Reifegrad zu trennen um optimale Qualität beim Keltern zu erreichen. Die Trauben werden zudem erst im Oktober, teilweise sogar erst im November gelesen, denn nur voll ausgereifte Früchte ergeben komplexe Weine mit dem gewissen Extra an Finesse und Eleganz. Anschließend werden sie in pneumatischen Tankpressen zerkleinert und mit Reinzuchthefen behandelt. Der Ausbau erfolgt in Edelstahltanks, wobei frisch-fruchtige Weine mit Struktur das Ziel sind.
Nicht zuletzt gründet sich die Qualität der Domäne Wachau auch auf den strengen Grundsätzen der Vinea Wachau Nobilis Districtus, bei der man Mitglied ist. Die drei Wachauer Wein-Kategorien Steinfeder, Federspiel und Smaragd dürfen so beispielsweise nur aus Trauben gekeltert werden, die im Weinbaugebiet Wachau wachsen, der Ankauf von anderen Trauben ist untersagt. Die Anreicherung des Mostes ist verboten, dies gilt ebenso für künstliche Konzentration und Aromatisierung (beispielsweise durch Barriqueeinsatz oder Holzchips). Mit dem Ziel eines naturbelassenen Weines in Flaschenabfüllung werden auch viele Verfahren abgelehnt, die durchaus vom Weingesetz erlaubt sind.
Zuständig sind dafür neben den Hunderten von Genossenschafts-Winzern der Geschäftsführer Roman Horvath und sein Kellermeister Heinz Frischengruber. Letzterer ist gebürtiger Wachauer und daher eng mit der Region und ihren Weinbergen verbunden. Der studierte Önologe Frischengruber, der auch in Hochschule Geisenheim im Rheingau gelernt hat, kam nach vielen Reisen 2005 zurück in die Wachau. Im selben Jahr wurde Horvath Chef der „Freie Weingärtner Wachau“ (dies war der bis 2008 genutzte Name der Domäne Wachau). 2009 erhielt er die prestigereiche Auszeichnung Master of Wine, die bis 2012 nur noch zwei weitere Österreicher erhielten (Josef Schuller und Andreas Wickhoff). Horvath steht damit in einer Reihe mit der renommierten Weinjournalistin Jancis Robinson. Zusammen haben die beiden die stringente Qualitätsphilosophie der Weinregion umgesetzt – Horvath den kaufmännischen Teil, Frischengruber die Mitgliederbetreuung - deren Erfolg auf Schulungen, Wissenstransfer sowie intensiver, persönlicher Begleitung beruht. „Es gibt nichts Schöneres, als wenn du eine Heimat herzeigen kannst und die Leute sind begeistert“, so schwärmt Heinz Frischengruber über das Weingut.

RegionNiederösterreich (Wachau)
InhaberWinzergenossenschaft; Geschäftsführer Roman Horvath, Kellermeister Heinz Frischengruber
Webadressewww.domaene-wachau.at
Rebflächen440 Hektar
AnbauAchleiten, Bruck, Hochrain, Kellerberg, Kollmitz, Loibenberg, Singerriedel und Tausendeimerberg (Burgberg)