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Lubentiushof

Das Weingut Lubentiushof ist in Weinkreisen mittlerweile bekannt als der authentische und sympathische Aufsteiger von der Mosel. 1994 kaufte der Jurist Andreas Barth den Weinbetrieb, der schon bessere Tage gesehen hatte: „Alles musste neu angeschafft werden, auch die Monorackbahn, mit deren Hilfe die Steilhänge der Terrassenmosel neu bepflanzt wurden“, kommentierte der deutsche Gault & Millau damals merklich beeindruckt. Als Quereinsteiger bewahrte sich Andreas Barth einen unverstellten Blick auf die Weinherstellung und gilt inzwischen als Experte für großartigen Slow-Wine. Er und seine Frau Susanne haben das Weingut damit zu einem Riesling-Star gemacht, der auch andere überzeugt: 2014 verleiht der Wein-Journalist Gerhard Eichelmann dem Lubentiushof 4 Sterne (****) als „hervorragendes Weingut“. Der Gault&Millau Wein-Guide zieht im selben Jahr nach und prämiert „sehr gut“ mit drei Trauben und die Redaktion des Weinmagazins Captain Cork wählte Andreas Barth 2012 gar zum „Winzer des Jahres“.
Das Steillagen-Gut liegt in Niederfell, einer Ortsgemeinde an der Terrassenmosel in Rheinland-Pfalz. In etwa 20 km nordöstlicher Richtung liegen die Moselmündung und die Stadt Koblenz. Nach Bernkastel-Kues sind es knapp 60 km – die Stadt ist Weinkennern bekannt als Standort der einflussreichen Winzervereinigung Bernkasteler Ring. Wer vom Gutshof nach Trier möchte, fährt um die 100 km in den Südwesten.
1994 umfasste die Rebfläche des Weingutes Lubentiushof nur 2,5 Hektar, 20 Jahre später ist diese mit 4,6 Hektar fast doppelt so groß. Die Gemarkungen sind geprägt von den bekannten Steillagen Gondorfer Gäns oder Koberner Uhlen. Sie gehören zu den Top-Parzellen des Moseltals. Die 95% Rieslingtrauben und 5% Spätburgunder, die hier wachsen, werden aufgrund der Hangneigung sorgfältig von Hand gelesen.

Am Weinberg dominieren schroffe Schieferverwitterungsböden, Schiefer mit quarzithaltigem Sandstein sowie echte Grauwacke und vulkanisches Gestein.
Andreas Barth und sein Winzer-Team beherrschen die gesamte Klaviatur der Riesling-Vinifizierung - vom trockenen Kabinett bis hin zur fruchtigen Auslese. Allerdings werden knapp 80% seiner Weine trocken ausgebaut, bekannt sind dabei jene mit sehr geringer Restsüße von nur 0,6 bis maximal 1,5 Gramm pro Liter. Dies lässt die Weine in ihrer Jugend oft verschlossen wirken. Gleichzeitig verfügen sie über ein exzellentes Lagerpotential und spiegeln jedes Jahr ganz individuell ihr Terroir, ihre Komplexität, Tiefe und Mineralität wider.
Andreas Barth lässt den Weinen sehr viel Zeit und setzt durchgehend auf Spontangärung: „Zielführendes Chaos, ein sympathisches Programm“, so seine humorvolle Selbstaussage dazu. Teilweise fermentieren die Weine sogar bis in den Sommer hinein, wenn andere schon wieder ihre Lager ausverkaufen. Auf dem Lubentiushof stehen die Weine eben nicht nur 18-30 Tage, sondern bis zu über 200 Tage auf der Hefe, werden sehr wenig und sehr schonend gefiltert und behalten dadurch ihre Natürlichkeit und Frische. Alles passiert hier im Sinne einer Philosophie des gesunden Weglassens, der Geduld und Sorgfalt, die aus Trauben Spitzenriesling, Eiswein und flaschenvergorenen Sekt erstklassiger Güte entstehen lässt.
Benannt ist der Weinkeller übrigens nach dem Ortsheiligen Lubentius (einem Schüler des Martin von Tours). Dieser war im 4. Jahrhundert in Kobern an der Mosel als Missionar tätig. Nach den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts brachen die Weinpreise ein und das Weingut Lubentiushof geriet zunehmend in Vergessenheit. In den 1990er Jahren sah alles danach aus, als müssten die damaligen Besitzer aufgeben, denn es fand sich kein Nachfolger für den Weinbetrieb. Wie wertvoll aber dieses Stück Land mit seiner einmaligen, von Menschen gestalteten Kulturlandschaft ist, hat Andreas Barth seit 1994 eindrucksvoll bewiesen. Die harte Arbeit des Winzer-Teams wird immer wieder mit überschwänglichen Kritiken belohnt.
2007 wurde die WeinWerkstatt neben dem Gutshaus errichtet, ein architektonischer und konzeptioneller Meilenstein zwischen Moderne und Tradition. In dem Glas- und Betonbau sind Büro, Weinstube und Gästezimmer von Susanne und Andreas Barth untergebracht. Die WeinWerkstatt dient gleichzeitig als repräsentativer Bau und wurde 2010 mit dem Architekturpreis Wein ausgezeichnet. Im selben Jahr übernahm Andreas Barth auch die Geschäftsführung vom Weingut von Othegraven, das sich zu einem der gefragtesten Weingüter der Saar entwickelt hat. Dafür ist sicher auch der Ruf von Fernseh-Moderator Günther Jauch, seines Zeichens „von Othegraven"- Besitzer, verantwortlich.
Die Qualität beider Betriebe überzeugt auch weiterhin von Andreas Barths herausragenden Fähigkeiten. Weine aus der Region entdecken

RegionMosel
InhaberSusanne & Andreas Barth
Webadressewww.lubentiushof.de
Rebflächen4,6 Hektar
AnbauGondorfer Gäns, Koberner Uhlen