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Stift Göttweig

Himmlisch sind die Weine vom Weingut Stift Göttweig zwar noch nicht, aber sie kommen der Sache ziemlich nah. Das Weingut Stift Göttweig blickt auf knapp 1000 Jahre Weinbau zurück und gehört seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Welterbe. Der Fokus auf Tradition zeigt sich auch in den Weinen des Weinguts Stift Göttweig: Durch das Festhalten an bewährten Vinifizierungsmethoden bewahren die Weine einerseits ihre Ursprünglichkeit. Andererseits betreibt man eine moderne Önologie und hat einen zeitgenössischen, fruchtig-trockenen Weißweinstil etabliert.
Diese sich ergänzenden Sichtweisen auf den Wein sind auch der Weinkritik nicht entgangen. So urteilt das österreichische Wein- und Gourmetjournal Falstaff 2014, das Stift Göttweig sei ein „Erzeuger von sehr hoher Qualität, der zu den besten des Landes gehöre“ (drei Sterne ***). Der renommierte österreichische Vinaria-Weinguide lobte wiederum mit zwei Kronen den Weinbetrieb und seine „Palette an sorten- und gebietstypischen Weinen von teils ausgezeichneter Qualität“. Und auch beim „Kleinen Johnson 2014“ weiß man die „überdurchschnittliche Qualität“ des Stift-Weins zu schätzen und belohnt mit zwei Sternen.

Das 26 Hektar große Weingut gehört zur 2006 gegründeten Weingut Stift Göttweig Betriebsgesellschaft m.b.H und liegt in unmittelbarer Nähe zum großen Benediktinerkloster Göttweig. Dieses befindet sich im Weinbaugebiet Kremstal im Bundesland Niederösterreich. Das Stift steht am südlichen Donauufer auf knapp 500 Meter Höhe, direkt gegenüber der Stadt Krems und bietet einen atemberaubenden Ausblick, den schon Napoleon im Jahr 1805 genoss. Etwa 21 km südlich davon befindet sich die Landeshauptstadt St. Pölten. Das berühmte Klosterstift Melk liegt wiederum etwa 30 km südwestlich und die Hauptstadt Wien erreicht man nach knapp 65 km in südöstliche Richtung.
Die Weinbauregion Kremstal umfasst etwa 2300 Hektar und ist eine DAC-Region. DAC, kurz für Districtus Austriae Controllatus, ist eine Qualitätsbezeichnung für Weine aus Österreich, wobei die Herkunft der Trauben stärker betont wird als die Rebsorte. Die Böden der Stiftsweinberge sind äußerst vielfältig und mineralisch geprägt, hier findet man Löss mit kompaktem Untergrund und hoher Wasserspeicherkapazität, Lehm, Hollenburger Konglomerat (verfestigtes Flusssediment), kalkhaltigen Tegel (kalkreiches Gestein aus Ton und Mergel) sowie Urgesteinböden aus Verwitterungsschiefer. Während vieler Jahrhunderte des kontinuierlichen Weinanbaus fand man heraus, welche Sorten am besten zu dem Gestein passen. Mittlerweile werden hier 60% Grüner Veltliner, 30% Riesling, 4% Chardonnay, 6% Pinot Noir angebaut. Die wichtigsten Lagen sind Gottschelle (Grüner Veltliner, erste Lage), die alte Einzellage Silberbichl mit südöstlicher Hangexposition, die perfekt zum Riesling passt und der Göttweiger Berg, der seit 1038 bewirtschaftet wird.
Klimatisch treffen hier die kühle Luft des Dunkelsteinerwaldes und die warme, pannonische Luft aufeinander und vermischen sich mit der natürlichen Luftfeuchtigkeit des Donaugebietes. Besondere mikroklimatischen Bedingungen innerhalb der Rebberge bringen eine beeindruckende Vielfalt an leicht- und mittelgewichtigen Weinen (zwischen 11,5 und 12,5 Vol.-%) hervor, die mit den Etiketten Kremstal DAC oder Kremstal DAC Reserve zum Besten gehören, was es in diesem Weinbaugebiet gibt.

Tausendjährige Weinbaugeschichte

Die Pflege und Bewirtschaftung der Trauben wird hier naturnah und schonend vorgenommen. Auch im Keller setzt man auf sanfte Verfahren: Die von Hand gelesenen Trauben erhalten eine verlängerte Maischestandzeit, danach erfolgt die Spontanvergärung mit Naturhefen und bei Bedarf Ausbau im Holzfass (wobei meistens nur im Edelstahl-Tank ausgebaut wird). All dies passiert wiederum auf dem Weingut der Stadt Krems, wo auch die gesamte Kellerarbeit erfolgt. Die umsichtige Arbeit mit den Trauben trägt damit auch zur stilsicheren Entwicklung und Wiedererkennung der Weine des Weingutes Stift Göttweig bei.
Neben den exzellenten Weinen beeindrucken die 1000 Jahre Stifts-Geschichte, die eng mit den Weinbergen verbunden sind. Diese gehören seit der Stiftsgründung 1038 zum Kloster dazu. Sie wurden zu Herstellung von Messwein genutzt und bildeten neben Forstwirtschaft eine der wirtschaftlichen Grundlagen der Benediktinermönche. Der Messwein durfte und darf bis heute nur mit der Erlaubnis des Bischofs produziert werden und muss naturbelassen und frei von Schönungsmitteln sowie Zuckerzusatz sein.
Die Kultivierung der Rebberge ist den Mönchen zu verdanken. Sie beobachteten über Jahrhunderte die Natur und entwickelten ein ausgeklügeltes System für die Zahl der Rebstöcke und einzelne Weinbergsarbeiten wie Düngung, Rebschnitt, Unkraut jäten, usw. Im 16. Jahrhundert waren die Weine des Stifts bereits außerhalb Österreichs bekannt, die Hauptabnehmer waren bayerische Klöster. 1718 ereignete sich im Kloster ein Großbrand, nach dem das Stift prunkvoll neu aufgebaut wurde. Die Einnahmen aus dem Weinverkauf waren damals bereits so enorm, dass sie alle Baukosten deckten.
Mitte bis Ende des 20. Jahrhunderts bearbeiteten die Mönche die Weinberge nicht mehr selbst, sondern verpachteten sie. Seit 2006 ist hier die Weingut-Betriebsgesellschaft unter Leitung des Önologen und Mit-Gesellschafters Fritz Miesbauer am Zug. Dieser war zuvor bei den "Freien Weingärten Wachau" (jetzt Domäne Wachau) tätig und gewann schon im Alter von 27 Jahren in Schweden den Titel „Winemaker of the Year“. Sein Kellermeister ist Leopold Figl und für Verkauf und Gastronomie ist der erfahrene Franz Josef Gansberger zuständig. Mit vereintem Talent entstehen hier moderne, sehr klare und klassisch vinifizierte Weine, die das Stiftsweingut stückweise wieder nach ganz vorne gebracht haben: "Es ist ganz wichtig, dass wir Herkunft, Stilistik und Identität definieren (...): Blitzsaubere kühle Frucht, viel Frische und feingliedrige Struktur", so Fritz Miesbauer.
Das Weingut Stift Göttweig prägt damit bis heute die Weinkultur und Weinbauentwicklung der Region und ist zudem Mitglied in der Vereinigung Traditionsweingüter Österreich. Wein wird hier als Gesamtkunstwerk verstanden - von der Arbeit in den Weinbergen, im Keller bis hin zur Etikettengestaltung und dem Auftritt des Weinguts. Das Weingut Stift Göttweig möchte Weinliebhaber ansprechen, die Weine mit Charakter, mit Ecken und Kanten schätzen und nicht nur allein Genuss beim Trinken suchen, sondern diesen auch gemeinschaftlich kommunizieren wollen.

RegionNiederösterreich (Kremstal)
InhaberFritz Miesbauer, Leopold Figl, Franz Josef Gansberger
Webadressewww.stiftgoettweig.at
Rebflächen26 Hektar
Anbau