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Tement Sauvignon Blanc 'Streithansl' 2014
Sauvignon Blanc 'Streithansl' 2014
Tement
Weißwein • Österreich • Steiermark
Jurtschitsch Grüner Veltliner 'Grashüpfer' 2015
Grüner Veltliner 'Grashüpfer' 2015
Alwin Jurtschitsch
Weißwein • Österreich • Niederösterreich

Tement

Alle 5 Sterne im Falstaff Weinguide als einziges Weingut der Region, alle 5 Kronen in Vinaria-Weinführer und reihenweise Top-Bewertungen für die Weine... das Weingut der Familie Tement ist eine der besten Adressen Österreichs, vor allem für ausdrucksvolle, herrlich mineralische Sauvignon Blancs.
Das Gut liegt in der Südsteiermark auf einem kleinen Bergplateau, das vor 20 Millionen Jahren einmal ein Korallenriff war. Von der Terrasse genießt man einen prächtigen Blick weit bis ins Nachbarland Slowenien hinein. Direkt unterhalb erstreckt sich eine der berühmtesten Lagen der Südsteiermark, die Riede 'Zieregg', das Aushängeschild des Betriebes. Es war Manfred Tement in den 1980er Jahren, der hier die Weichen klar auf Qualität stellte, ein Mann der ersten Stunde des Aufstiegs der steirischen Weißweine auf Weltniveau. Heute stehen ihm seine beiden Söhne Armin und Stefan tatkräftig zur Seite, beide ebenso qualitätsbesessen wie der Vater – verständlich, dass das Weingut längst Kultstatus in Österreich erlangt hat. Jeder Tement-Wein ist eine Klasse für sich, von der Steirischen Klassik über den 'Fosilini Breg' von Lagen auf slowenischer Seite bis hin zum grandiosen und langlebigen Zieregg, einem der besten Sauvignon Blancs der Welt.

Armin Tement im Gespräch

Herr Tement, Sie haben das Erbe eines berühmten Vaters übernommen. Wie funktioniert die Zusammenarbeit der Generationen auf dem Weingut Tement?
„Mein Vater ist ein Visionär, Perfektionist und Passionist. Jeden Handgriff, jede Arbeit im Weinberg, jede Verkostung macht er mit Hingabe, Respekt und herzhafter Freude. Mein Bruder und ich bekamen das von klein auf vorgelebt, und so wurden auch wir langsam aber doch in dieses Denken integriert. Nichts desto trotz funktionieren Generationen unterschiedlich und werden auch andere Lösungswege finden und anstreben. Es ist vielleicht auch eine logische Konsequenz, dass die nächste Generation nur besser werden kann, da man auf die Erfahrung, das Alter der Reben und die Entwicklung der vorigen Generation zugreifen und sich mit neuen Ideen weiterbilden kann. In unserem Weingut arbeiten nach wie vor drei Generationen am Weingut, und so schwer das auch manchmal sein kann (es will ja jeder Recht behalten), umso schöner ist es dann, täglich gemeinsam am Mittagstisch zu sitzen und seine Ansichten auszutauschen. Das ist vermutlich die kreativste Zeit des Tages.“

Haben Sie eigentlich jemals daran gedacht, der Südsteiermark den Rücken zu kehren?
„Nein. Meine Eltern fanden immer die richtige Balance, mir diesen Weg schmackhaft zu machen. Sie ließen uns alle Möglichkeiten offen, dennoch glaube ich, dass sie insgeheim immer die Hoffnung hatten, dass wir in ihre Fußstapfen treten und die nächsten Schritte setzen werden.“

Der Weinbau bei Ihnen ist stark geprägt von unterschiedlichen Lagen. Wie groß ist der Einfluss der Terroirs auf den Wein wirklich?
„Die Herkunft, das Klima und der Winzer spielen die Hauptrolle in der Südsteiermark. Es gibt kaum ein Gebiet mit so vielen unterschiedlichen, Lagen, Böden und Kleinklimata. Wir haben eine extrem niederschlagsreiche Weinregion (mehr als 1000mm Regen im Vergleich zu Niederösterreich mit vl 400mm) und sind noch dazu verdammt kühl. Das ist einerseits eine große Aufgabe für jeden Winzer die richtige Reife zu bekommen und andererseits die Charakteristik der Lage herauszuarbeiten. Unser Boden mit dem Klima ist einzigartig und wenn wir alles richtig machen haben wir tolle Weine, die ihre Herkunft im Glas widerspiegeln.“

Historisch betrachtet ist der Sauvignon Blanc eine eher junge Rebsorte in der Südsteiermark. Wie erklären Sie deren geradezu kometenhaften Aufstieg in die Weltklasse?
„Den Sauvignon Blanc, vormals Muskat/ Sylvaner, brachte Erzherzog Johann vor knapp 250 Jahren in die Südsteiermark. Anfänglich war er wahnsinnig schwer zu bewirtschaften, minimalste Erträge und bescheidene Qualitäten waren das Resultat. Doch vor zirka 35 Jahren verstanden und lernten die Winzer mit dieser Sorte zu arbeiten und bekamen erstmals fantastische Ergebnisse. Von da an produzierte man SB´s von der Basis bis zur Spitze die das Prädikat „sehr gut“ bis „weltklasse“ tragen."

Und woher kommt die große Liebe der Tements zum Sauvignon Blanc?
„Es gibt kaum eine andere Sorte in der schönen Südsteiermark, die so perfekt mit Wetter und Boden geht. Die Reben sind Zeugen ihrer Pflege und der SB ist Ausdruck der Summe des Winzers, des Klimas und dem Boden. Der SB ist eine Mischung aus einem Landschaftsbild der Südsteiermark und unserem Individuum. Einen so persönlichen Wein muss man einfach lieben.“

Seit vielen Jahren streiten sich Sauvignon Blanc-Fans über die Frage „Fassausbau oder Edelstahlausbau?“ Auf Ihrem Weingut ist das offensichtlich kein Widerspruch. Wann also gehört ein Sauvignon Blanc ins Fass und wann in den Edelstahltank?
„Ich denke die Zeiten sind vorbei wo man mit Ausbau im Holz oder im Stahltank beim Konsument punkten kann und muss. Mittlerweile hat man erkannt, dass gewisse Lagen in alte Fässer müssen und manche mögen es lieber im Stahltank. Wichtig ist, dass man den Wein und seine Herkunft spürt und nicht den Ausbau!“

Spüren Sie in der Südsteiermark eigentlich auch die Auswirkungen des Klimawandels?
„Ja klar. Früher kämpften wir stark, überhaupt eine gewisse Traubenreife zu bekommen. Heute sind wir die Gewinner. Trotz des verdammt kühlen Klimas unserer Region gelingt den Reben eine perfekte Reifung.“

Wie sieht die Zukunft des Weinguts Tement aus? Geben Sie uns bitte einen kleinen Ausblick, auf, sagen wir, das Jahr 2025?
„Gute Frage, ich denke wir sind dann schon einen Schritt weiter. Älterer Reben, mehr Tradition und hoffentlich schon ein Begriff wie Sancerre. Das ist das Ziel. Leute die Sancerre trinken wissen nicht dass es SB ist. Die verkörpern Geschmack und nicht die Rebsorte. Das ist Identität, das ist Unverwechselbarkeit. Wir haben ebenso das Potenzial. Das ist unsere Vision für 2025. “

Angenommen, Sie müssten auf eine einsame Insel auswandern, und könnten fünf Flaschen Wein mitnehmen, welche wären das?
- „Zieregg Sauvignon Blanc – ohne den gehe ich nirgendwo hin – da muss es dann auch eine DOPPELMAGNUM sein.
- Les Clos Domaine Raveneau – mein absoluter Liebling – Magnum
- Felseneck von Schäfer-Fröhlich - Magnum
- Les Cras von Comte Liger Belair- Magnum“

Haben Sie vielleicht ein Familien-Rezept für unsere Kunden? Was wird auf dem Weingut Tement serviert, wenn Sie zusammen am Mittagstisch oder Abendbrot sitzen?
„Das Lieblingsgericht unserer Familie ist ganz klar ein Backhendl mit Blattsalat und Kürbiskernöl:

ZUTATEN für 4 Personen
- 1 frisches steirisches Bio-Maishendl (1–1,2 kg)
- Salz
- 2 Eier
- etwas Milch
- Mehl und Semmelbrösel zum Panieren
- Öl zum Herausbacken
- 1 Zitrone (in Spalten geschnitten) zum Anrichten
- Blattsalate aus dem Garten
- Hesperiden-Essig
- Salz
- Kernöl (vom Bauern unseres Vertrauens)

ANLEITUNG
Das Huhn gut säubern, vierteln und gut salzen. Bei Wunsch kann man auch die Haut abziehen (mit schmeckt es aber viel saftiger). Die Eier mit etwas Milch verquirlen. Die Hühnerteile in Mehl wenden, durch das Ei-Milch-Gemisch ziehen, mit Semmelbröseln panieren, und in heißem Öl (ca. 145° C) langsam (ca. 20 Min.) goldbraun herausbacken. Anschließend die Hühnerteile auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mit je einer Zitronenspalte anrichten.
Salat gut waschen und mit Essig (ausreichend) Kernöl und Salz abschmecken.“

RegionSteiermark (Südsteiermark)
InhaberManfred Tement, Armin Tement, Stefan Tement
Webadressewww.tement.at
Rebflächen80 Hektar
AnbauZieregg, Sulz, Grassnitzberg, Sernau, Hochkittenberg, Wielitsch, Ottenberg und Steinbach