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Italien Wein Reben

Der Klassiker in Sachen Wein - Italien überzeugt von Nord bis Süd

Blut sei dicker als Wasser, heißt es. Doch Rotwein muss noch um einiges dicker sein, schaut man sich an, wie die Liebe zum Wein Italien und die Italiener familienbandenhaft zusammenschweißt. Sizilianischer Nero d’Avola in der Lombardei? Keine Seltenheit. Piemonteser Nebbiolo in Rom? Gehört zum guten Ton. Und freilich, auch in Frankreich ist Wein Teil des kulturellen Erbes, auch an der Mosel bauten schon die Römer Rebstöcke an.

Doch sowohl in Bottrop als auch in Calais ist dann nicht mehr so wahnsinnig viel mit Weinkultur. Ganz anders in Italien! Von Bozen bis Palermo findet sich in Italien kaum eine zusammenhängende Fläche, wo nicht irgendein ortsansässiger Wein gekeltert wird. Sei es ein Weltstar wie der Brunello di Montalcino oder ein Lokal-Liebling wie der Colline Joniche Tarantine DOC (ja, auch wir mussten das googlen…).

Famoser Wein: Italiens Rebsorten-Vielfalt

Das Land ist ein Flickenteppich in Bezug auf Wein: Italien ist geprägt von zig Regionen und Subregionen mit unzähligen verschiedenartigen Weine. Prof. Kym Anderson, der Guru darin ist Rebsorten, zu katalogisieren, schreibt Italien 396 ursprünglich italienische Rebsorten zu. Kenner sagen dazu übrigens autochthon. Damit ist Italien Rebsorten-Spitzenreiter! Fürs Protokoll sei gesagt, dass Griechenland und Portugal diesen Titel ebenfalls für sich beanspruchen. Ist ja eigentlich auch egal. Es herrscht auf jeden Fall Vielfalt in Italien.

Prosecco aus Venetien und italienischer Rotwein aus dem Piemont – Italiens Norden

Überquert man die Alpen, sei es auf dem Elefant oder mit dem Käfer, trifft man kurz vor Bozen, ganz im Norden Italiens, das erste Mal auf Rebstöcke. Hier, in Südtirol, geben sich österreichische und italienische Weinbaukultur die Hand. Zwar findet man eher Pinot Bianco, Chardonnay und Sauvignon Blanc als die typisch italienische Rebsorten, aber ein bisschen mehr Dolce Vita liegt dann doch in der Luft. Besonders der ortstypische Vernatsch ist erfrischend wie sonst nur ein Sprung in den Kalterer See.

Südlich von Südtirol liegt Venetien. Hier sind gleich mehrere Weine zuhause, bei deren Klang im Ohr man am liebsten das nächste Zug-Ticket gen Süden buchen möchte. Der bekannteste ist wohl Prosecco, der von prickelnd-süß bis furztrocken in allen Varianten und Qualitäten in die Flasche kommt - und seit einem neuen Gesetz im Jahr 2010 niemals mehr in die Dose!

Unweit vom Gardasee liegt das Valpolicella, die Heimat des Amarone. Amarone della Valpolicella ist italienischer Rotwein der Spitzenklasse. Ein trockener Wein aus Italien, der wie ein Süßwein, aus rosinierten Trauben hergestellt wird.

Die vinophile Reise führt uns weiter in den Nord-Westen Italiens, genau genommen ins Piemont. Das Piemont führt seit Dekaden ein Kopf an Kopf-Rennen mit der Toskana um Platz 1 für Spitzen-Wein aus Italien. Mit Barolo und Barbareso schickt das Piemont gleich zwei würdige Vertreter in den Ring. Zweimal italienischer Rotwein, zweimal Nebbiolo und zwei ganz verschiedene Weine. Barolo laut und kraftvoll. Barbaresco nachdenklicher und etwas in sich gekehrter. Zum Glück muss man sich nicht entscheiden.

Italien Wein

Chianti Classico & Co. – Italiens revolutionäre Mitte

Wein+Italien=Toskana. Denn hier liegen die wohl berühmtesten Hügel Italiens. Die toskanischen Weinbaugemeinden haben Weltruhm erlangt. Bei den meisten handelt es aber noch immer um eher verschlafene kleine Dörfer. Kaum eine der Weinbaugemeinden von San Gimignano bis Montalcino hat mehr als ein paar tausend Einwohner. Die Leitrebsorte ist hier Sangiovese, der die drei großen Weine der Gegend prägt: Chianti Classico, Brunello di Montalcino und Vino Nobile di Montepulciano. Wein von der toskanischen Küste hatte lange den Ruf einfache und allenfalls solide Qualität abzuliefern. Seit den 70ern ist das passé. Denn seit eine handvoll Pioniere in Sachen italienischer Rotwein die Supertuscans aus der Gegend um Bolgheri keltert, ist die Toskana-Küste auf der Landkarte der Weinkenner.

Die Supertuscans revolutionierten nicht nur Wein-Italien, sondern führten auch das Konzept der italienischen Qualitätsstufen ad absurdum. Seit Jahrzehnten sind die großen Weine Italiens als DOC, die allergrößten als DOCG eingestuft: Geschützte Ursprungsbezeichnungen, die den Winzern Lagen, Rebsorten und Ausbautechniken, wie etwa die Dauer der Fasslagerung, vorgeben. So stellen die Weinbauverbände sicher, dass ein Chianti Classico auch schmeckt, wie ein Chianti Classico zu schmecken hat.

Nun scherten sich die Väter der Supertuscans aber nicht darum, wie ein Rotwein der Toskana zu schmecken hatte. Höchste Qualität war das höchste Paradigma. Tradition? Naja … Da Globetrotter wie Cabernet Sauvignon zum Einsatz kamen, fielen die Supertuscans aus den DOCG-Richtlinien heraus und trugen den Titel der IGT-Weine, die in Italien eigentlich für einfachere Tropfen herhalten. Den Wind aus den Segeln nehmen, konnten die Supertuscans den Klassikern aber nicht. Noch immer leuchten die DOCGs wie Barolo oder Brunello di Montalcino hell über dem vinophilen Firmament Italiens.

 
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Überquert man, von der Toskana kommend, die Apenninen, trifft man auf die unterschätzten Abruzzen. Die besten Rotweine der Abruzzen keltert man hier aus der Rebsorte Montepulciano. Auf keinen Fall sollte man die mit dem bekannteren Montepulciano-Wein aus der Toskana verwechseln. Denn viel gemeinsam haben die beiden Namensvetter nicht. Außer dass beide vorzügliche Rotweine sind. Großartige Weißweine werden in der rustikalen Bergregion aus Trebbiano gekeltert. Unter vorgehaltener Hand werden diese wohlstrukturierten Weißweine oft zu den besten des Landes gezählt.

Aglianico & Primitivo - Wein aus Italiens Süden

Über die Jahrhunderte hat Wein Italien auf ganz unterschiedliche Weise geprägt. Rom, Florenz, Mailand, Turin. Die großen Handelszentren befanden sich nie im Süden Italiens. Geld und Macht konzentrierten sich stets im Norden. Und so ist Süditalien zwar vom Weinbau geprägt, doch erst seit ein paar Jahren gelingt es den Winzern, ihren Weinen eine eigene Identität aufzuprägen. Früher wurden zahlreiche der dunklen Rotweine des Südens billig in die Toskana gefahren, mit den blasseren Sangiovese verschnitten und teuer verkauft.

Heute bieten die Anbaugebiete im Süden nicht mehr einfach nur irgendeinen austauschbaren Wein aus Italien. Kampanien glänzt nicht nur mit der weltbekannten neapolitanischen Pizza, sondern seit einigen Jahren auch mit breitschultrigem Taurasi, einem Rotwein aus der Rebsorte Aglianico.

Star-Wein Primitivo

Der neue Star aus Italiens Süden ist aber ganz klar Primitivo. Wein-Trauben werden für den typischen Primitivo Appassimento leicht angetrocknet. So sinkt die Konzentration an geschmacksneutralem Wasser, während der Anteil vollmundiger Aromen ansteigt.

Das besondere an Primitivo: Wein-Neulinge finden sofort Gefallen an ihm, da die Rebsorte wenig Bitterstoffe enthält und herrlich fruchtige Himbeer- und Brombeeraromen produziert.

Wein aus Sardinien & Sizilien

Häufig unterschätzt sind die beiden Inseln Sardinien und Sizilien. In den letzten Jahren entdeckten Winzer zahlreiche Spitzenlagen im sizilianischen Gebirge für sich. Durch die Höhe und den Wind entpuppten sich die Rebhänge als urbarer Grund für fein ziselierte Rotweine des Cool Climate-Booms.

Um zu verstehen, wie Wein Italien Leben einhaucht, muss man am besten das ganze Land bereisen. Die gewaltigen Unterschiede der Weinberge mit eigenen Augen sehen. Die unzähligen Geschichten der Vergangenheit aus erster Hand erfahren. Ein paar Weine aus jeder Region zu trinken, ersetzt das Reisen zwar nicht, ist aber ein Anfang!

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