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Toskana Landschaft Weingüter

Die großen Weine der Toskana - die Dreifaltigkeit des Sangiovese

Wer in der Toskana auf rot setzt, hat den Jackpot sicher. Denn eines gilt für rote Weine: Toskana und Sangiovese erzeugen im Duett einige der ganz großen Weine der Weinwelt. Dabei sorgen nicht nur die Klassiker à la Chianti Classico und Brunello di Montalcino für Spaß im Glas. Schon in den 70er Jahren läutete die Toskana mit dem Phänomen Supertuscan die weinbauliche Moderne ein.

Herrliche Landschaft, große Weine: Toskana kompakt

Sangiovese

Die Toskana ist für Italien, was Bordeaux für Frankreich ist. Vom Stiefel kommen große Weine. Toskana ist ein Name, der dabei als erstes fällt. Dabei sieht erst einmal rot, wer die Toskana besucht. Und das ist auch gut so! Denn mit etwa ¾ der Rebfläche ist der rote Sangiovese der unangefochtene Platzhirsch auf den gut 60.000 Hektar toskanischer Weinberge.

Chianti

Fast alle der großen Toskaner keltert man aus Sangiovese. Den noblen Vino Nobile di Montepulciano und seinen kleinen Bruder den Rosso di Montepulciano. Genauso ist Sangiovese die wichtigste Rebsorte des Chianti. Brunello di Montalcino gewinnt man - wenn man kleinlich ist - zwar aus der Rebsorte Brunello, wobei es sich aber lediglich um einen weiteren Sangiovese-Klon handelt. Man blamiert sich also keineswegs als Wein-Dilettant, wenn man Brunello di Montalcino dem Sangiovese zuordnet.

DOCGs

Als Angeberwissen für die nächste Weinrunde taugt die Geschichte vom eigenständigen Klon aber allemal! À propos Angeberwissen: Neben den zehn roten DOCG - die höchste Klassifikation im Weinrecht Italiens - gibt es lediglich eine weiße. Und zwar den sanft saftigen Vernaccia di San Gimignano.

Exzellenter Rotwein: Toskana, Weinparadies

Chianti und Chianti Classico

Nicht erst seit Hannibal Lecters legendärem Foodpairing - Meinungsforscher-Leber mit Favabohnen und Chianti - gehört Chianti zu den ganz Großen der Weinwelt. Wie die meisten großen Weine der Toskana wird Chianti hauptsächlich aus Sangiovese gekeltert. Zusätzlich dürfen, je nach Gemeinde, 20-30 % anderer roter Rebsorten beigemischt werden.

Traditionell gaben die Weingüter Toskana-Style Weißwein zum Chianti, um den herben Geschmack abzurunden. Seit 2006 ist diese Praxis aber aus dem Chianti verbannt. Mit den Jahren wurde das Chianti-Gebiet zu klein, um die steigende Nachfrage zu bedienen. In einem nicht unumstrittenen Kraftakt wurde das Chianti-Gebiet massiv ausgeweitet und dafür das traditionelle Kerngebiet in Chianti Classico umbenannt. Doch wer keltert die besseren Weine? Toskana-Kenner und Weinfans sollen das selbst entscheiden.

Brunello di Montalcino

Chianti war schon früh der Wein der Marchesi, Champagner das Hofgetränk der Sonnenkönige und schon die englischen Royals des 19. Jahrhunderts genossen Bordeaux-Wein. Brunello di Montalcino hingegen war bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts noch ein echter Bauernwein ohne das Ansehen, dass er mittlerweile genießt.

Heute kann man Brunello di Montalcino in einem Atemzug mit den anderen großen Bs der Weinwelt nennen: Burgund, Barolo, Bordeaux, Brunello. Brunello di Montalcino wird aus der Rebsorte Brunello gewonnen, wobei es sich um einen Klon der Sangiovese-Traube handelt. Vereinfacht kann man auch einfach sagen, dass Brunello di Montalcino aus Sangiovese gekeltert wird. Und das zu 100%! Unter vorgehaltener Hand verorten Kritiker in Montalcino oft die besten Weine: Toskana Deluxe sozusagen.

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Vino Nobile di Montepulciano

Vino Nobile di Montepulciano heißt auf Deutsch soviel wie edler Wein aus Montepulciano. Für den edlen Wein wird, ähnlich zum Chianti, Sangiovese mit einigen anderen roten Rebsorten abgeschmeckt. Besonders ein hoher Cabernet-Anteil fügt dem grazilen Sangiovese eine betörende Würze hinzu.

Puristen setzen mitunter auf 100-prozentige Sangiovese-Cuvées. Solche reinsortigen Sangiovese sind einem Brunello di Montalcino häufig zum Verwechseln ähnlich. Und noch eine Lektion für Angeber: Vino Nobile di Montepulciano ist nicht zu verwechseln mit der Rebsorte Montepulciano. Die wächst in den Abruzzen und hat mit dem Vino Nobile aus der Toskana nicht viel gemein. Außer, dass beide grandiose Rotweine hervorbringen.

Supertuscan und Bolgheri

Frischer Wind weht in der Toskana seit den 70er Jahren von der Küste. Denn dort ließ sich nieder, wer sich von den starren DOCG-Regeln nicht vorschrieben lassen wollte, wie sein Wein zu schmecken hatte. Und so schossen Weinberge mit Cabernet- und Merlot-Rebstöcken aus den Böden nahe der Mittelmeerküste. Da der Anbau von internationalen Rebsorten im Italien der 70er Jahre noch verpönt war, ergab sich ein skurriles Szenario, das teilweise bis heute andauert. Denn die meisten dieser wilden Weine reihten sich ein in die Land- und Tafelwein-Klassifikationen. Neben billige Fass- und Kanister-Weine. Toskana-Wein ohne Toskana-Ruhm quasi.

Kein Problem für die Winzer. Ganz frivol schufen sie an allen Konsortien vorbei das ungeschriebene Weingesetz des Supertuscan und genießen damit heute nicht weniger Renommée als Chianti & Co. Bolgheri, die bekannteste Ortschaft und Heimathafen des Supertuscan, hat mittlerweile sogar einen DOC-Status errungen. Und damit sind wir schon bei fünf großen Bs.

Was macht die Toskana so besonders?

Die Toskana ist anders als die anderen Anbaugebiete Italiens. Klar, großartige Weine von Weltruhm gibt es im Piemont auch, wo Nebbiolo in Alba, Barolo und Barbaresco sprießt. Und die Zypressenhaine sind in den Marken nicht minder traumhaft, Venetiens Amarone nicht weniger komplex als ein Brunello di Montalcino. Auch ist die Toskana mit gut 60.000 Hektar nur ein mittelgroßes Gebiet Italiens.

Und dennoch ist die Toskana der Pilgerort vinophiler Italien-Reisender. Das hängt nicht zuletzt mit der Geschichte der Toskana zusammen. Seit dem späten Mittelalter etablierte sich eine Vielstaaterei. In zahlreichen Fürstentümern stand ein mächtiger Marchese an der Spitze. Das führte zu einer Verklumpung der Besitztümer. Und noch heute sind die Spitzenbetriebe in der Toskana um ein vielfaches größer und bekannter als die im Piemont.

Geologisch ist die Toskana fast überall von lehmigen kalkhaltigen Böden geprägt, die dem Sangiovese gut stehen. Nähert man sich der Küste trifft man auch vermehrt auf sandige Böden.

Das große Alleinstellungsmerkmal der Weine: Toskana steht für Sangiovese und dessen vinophile Dreifaltigkeit aus Chianti, Brunello di Montalcino und Vino Nobile di Montepulciano. In kaum einer Region, werden aus - maßgeblich - einer Rebsorte drei derart eigenständige Weine produziert.

Es sollte sich jeder Wein-Enthusiast eingeladen fühlen, die Unterschiede dieser drei magischen Weine in einer Verkostung zu ergründen. Ein Chianti, ein Chianti Classico, ein Brunello, ein Vino Nobile und ein Rosso di Montepulciano und dazu noch ein Maremma und ein Supertuscan. Gaumen auf, Augen zu! Und fertig-geplant ist ein gustatorischer Kurzurlaub in die Toskana. Cin cin.

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