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Chardonnay 1849 trocken 2022
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Riesling 1849 trocken 2024
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Grauburgunder VDP.Sekt  brut 2021
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Weingut Reichsrat von Buhl: Eine Legende der Pfälzer Mittelhaardt

Wer die Deutsche Weinstraße bereist, stößt im Herzen der Pfalz unweigerlich auf ein Anwesen, das wie kaum ein zweites für aristokratische Tradition und kompromisslose Qualität steht: das Weingut Reichsrat von Buhl. In der historischen Weinbaugemeinde Deidesheim, im Landkreis Bad Dürkheim, bildet das Gut das Epizentrum der pfälzischen Riesling-Kultur. Seit seiner Gründung im Jahr 1849 hat sich Reichsrat von Buhl als eines der prestigeträchtigsten VDP-Prädikatsweingüter Deutschlands etabliert und prägt das Gesicht der Region bis heute durch eine unverwechselbare, puristische Stilistik.

Die Geburtsstunde einer Dynastie: Von Buhl und Bassermann-Jordan

Die Geschichte des Hauses ist untrennbar mit der großen Ära des Pfälzer Weinbaus im 19. Jahrhundert verbunden. Alles begann mit einer geschichtsträchtigen Teilung: Der legendäre Winzer und Politiker Andreas Jordan hatte durch kluge Zukäufe und oenologischen Weitblick ein gewaltiges Weinguts-Imperium in Deidesheim geschaffen. Nach seinem Tod im Jahr 1848 wurde dieses Erbe unter seinen drei Kindern aufgeteilt.

Es entstanden drei Güter, die noch heute Weltruf genießen: Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan, Von Winning (ehemals Dr. Deinhard) und eben Reichsrat von Buhl. Franz Peter Buhl, der Schwiegersohn von Andreas Jordan, übernahm seinen Teil des Erbes und gründete 1849 das heutige Weingut. Nach der Jordan’schen Teilung 1849 dauerte es über 150 Jahre, bis sich ein Kreis schloss: Seit dem Verkauf des Weingutes in Privatbesitz im Jahr 2005 befinden sich alle drei geschichtsträchtigen Güter – Bassermann-Jordan, von Winning und Reichsrat von Buhl – wieder vereint in einer Hand.

Diese Verbindung zu Bassermann-Jordan ist mehr als nur eine historische Fußnote; sie markiert den Moment, in dem der Qualitätsweinbau in Deutschland professionalisiert wurde. Ein optisches Zeugnis dieser Ära schuf 1887 der erst 24-jährige Franz von Stuck. Der spätere bedeutende Vertreter des Jugendstils entwarf die traditionellen von Buhl’schen Etiketten, die bis heute Identität stiften. Über Jahrzehnte arbeiteten diese Familien Hand in Hand daran, den Pfälzer Riesling auf die Ebene der teuersten Weine der Welt zu heben.

Warum „Reichsrat“? Ein Titel als Qualitätssiegel

Oft fragen sich Genießer, woher der klangvolle Name „Reichsrat“ rührt. Er ist kein reiner Fantasietitel, sondern Zeugnis der politischen und gesellschaftlichen Bedeutung der Familie. Der Grundstein für diesen Titel wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts gelegt: Armand von Buhl war der erste der Familie, dem diese Ehre zuteilwurde. Er war ein hoch angesehener Politiker, der sich insbesondere durch seine großen Verdienste bei der Ausarbeitung der deutschen Sozialgesetzgebung (1883–1889) einen Namen machte. Als Anerkennung für diese außergewöhnlichen Staatsleistungen ernannte ihn König Ludwig II. zum „Reichsrat der bayerischen Krone“.

In dieser Zeit gehörte die Pfalz politisch zum Königreich Bayern. Der „Reichsrat“ bildete die erste Kammer des bayerischen Parlaments in München – ein exklusives Gremium aus Adligen und bedeutenden Persönlichkeiten, das den König direkt beriet. Dieser Titel wurde später auch von seinem Sohn, Franz Eberhard von Buhl, weitergeführt, der 1907 den Gutsanteil seines Vaters Armand erbte. In diesem Jahr feierte von Buhl auch einen glanzvollen Auftritt in der Hauptstadt: Zur Eröffnung des Hotels Adlon in Berlin zählte eine Deidesheimer Kieselberg Auslese von Reichsrat von Buhl zu den teuersten Tropfen der allerersten Weinkarte.

Durch die Vereinigung mit angeheirateten Flächen nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1910 wuchs das Gut unter Franz Eberhard von Buhl zu einem der größten deutschen Weingüter in Privatbesitz mit einer Gesamtfläche von rund 200 Hektar heran. Dass das Weingut diesen Namen bis heute trägt, unterstreicht den aristokratischen Qualitätsanspruch. Nach dem Tod von F.E. von Buhl im Jahr 1921 übernahm seine Witwe, Frieda Piper von Buhl, die Leitung. Unter ihrer Führung wurde die hohe Qualität nicht nur gehalten, sondern stetig verbessert. So festigte sie den Namen „Reichsrat von Buhl“ endgültig als eine der wertvollsten Marken der Welt, deren Erzeugnisse auf den Tischen der Monarchen landeten. So wurde beispielsweise zum 100. Geburtstag von Queen Mum eine 1989er Forster Ungeheuer Riesling Beerenauslese gereicht.

Geografie und Lage: Die geologische Schatzkammer am Haardtrand

Die außergewöhnliche Qualität der Weine ist das Ergebnis einer privilegierten Lage am Haardtrand. Hier herrscht ein Mikroklima, das fast mediterrane Züge trägt. Die Hügelketten schützen die Reben vor kalten Westwinden, während die Pfälzer Sonne für überdurchschnittlich viele warme Stunden sorgt. Das Terroir der Mittelhaardt ist ein komplexes Mosaik aus Millionen von Jahren Erdgeschichte:

  • Buntsandstein: Typisch für Lagen wie den Deidesheimer Herrgottsacker. Er speichert Wärme hervorragend und verleiht dem Riesling eine spielerische Mineralität und animierende Frische.
  • Basalt: In der Lage Forster Pechstein findet man tiefschwarzes vulkanisches Gestein. Dieses Unikat verleiht dem Wein eine rauchige, fast salzige Note, die weltweit ihresgleichen sucht.
  • Kalkmergel und Löss: Diese Böden sorgen für Fülle und Körperreichtum, was besonders den weißen Burgundersorten zugutekommt.

Die Großen Lagen: Weltruhm aus Forst und Deidesheim

Reichsrat von Buhl bewirtschaftet heute rund 60 Hektar in den besten Lagen, von denen ein beeindruckender Anteil als VDP.Grosse Lage klassifiziert ist. Wer die Essenz der Pfalz schmecken möchte, kommt an diesen Lagen nicht vorbei:

  • Forster Kirchenstück: Direkt hinter der Forster Kirche gelegen, gilt diese Lage als die wertvollste der Pfalz. Rieslinge von hier sind von aristokratischer Dichte und Eleganz.
  • Forster Ungeheuer: Ein Name, der Geschichte schrieb. Schon Otto von Bismarck schwärmte bei einem Besuch in Deidesheim: „Dieses Ungeheuer schmeckt mir ungeheuer.“
  • Forster Jesuitengarten: Unmittelbar an das Kirchenstück angrenzend, bringt dieser Boden Weine hervor, die durch ihre feine, seidige Textur und florale Aromatik bestechen.

Radikal Trocken: Die oenologische Philosophie

Unter der technischen Leitung des Teams verfolgt von Buhl eine Philosophie der „kontrollierten Nicht-Einmischung“. Seit dem Jahrgang 2009 ist das gesamte Gut biologisch zertifiziert. Ergänzend berücksichtigt das Weingut seit Juni 2022 mit der Ecostep Wein Zertifizierung neben dem Klima und der Umwelt (DIN ISO 14001) auch das Qualitätsmanagement (DIN ISO 9001), den Arbeits- und Gesundheitsschutz (DIN ISO 45001) sowie die Lebensmittelsicherheit (FSSC 22000).

Ein Markenzeichen des Hauses ist die stilistische Entscheidung für den konsequent trockenen Ausbau, wie in der berühmten „Bone Dry“-Linie. Ein „Bone Dry“ Riesling hat oft weniger als 1 Gramm Restzucker – ein puristisches Erlebnis, das die Mineralität der Mittelhaardt ungeschminkt zeigt. Diese stetige Professionalisierung baut auf einem wichtigen Fundament auf: 1989 wurde das Gut an Investoren unter Toyohiro Tokuoka verpachtet. In dieser Ära wurde massiv in die Modernisierung des Kellers investiert, was die Basis für die heutige Qualität und den Beginn der Produktion großer Sekte bildete.

Sektmanufaktur von Weltruf

In der Pfalz hat die Sektherstellung eine lange Tradition, doch Reichsrat von Buhl hat diese Disziplin in den letzten Jahren perfektioniert. Mit der traditionellen Flaschengärung werden Sekte produziert, die regelmäßig mit den besten Schäumern der Welt verglichen werden. Die Prestige-Sekte lagern teilweise über 40 oder sogar 50 Monate auf der Feinhefe, was ihnen ihre charakteristische Brioche-Note und ein extrem feines Mousseux verleiht.

Weinproben und Genuss vor Ort: Erleben in Deidesheim

Wer die Weine nicht nur im Glas, sondern in ihrer Entstehungsgeschichte begreifen möchte, sollte die vielfältigen Möglichkeiten für Weinproben vor Ort nutzen. Das Weingut öffnet seine pforten für Besucher und bietet in der stilvollen Vinothek geführte Verkostungen an. Dabei können Gäste tief in die Lagenkunde eintauchen und den Unterschied zwischen vulkanischem Basalt und Buntsandstein direkt erschmecken. Die Weinproben vermitteln nicht nur Fachwissen über den Riesling-Ausbau, sondern lassen die Gäste den Geist des historischen Deidesheimer Anwesens spüren. Ob ein spontaner Besuch in der Vinothek oder eine fachkundig moderierte Probe – das Erlebnis vor Ort macht die Philosophie von Reichsrat von Buhl greifbar.

Das Weingut Reichsrat von Buhl ist heute mehr als nur ein Produktionsort. Die Vinothek lädt dazu ein, die Geschichte und die Weine direkt vor Ort zu erleben. Wer das Gut besucht, spürt den Atem der Geschichte, die Verbindung zu Bassermann-Jordan und den aristokratischen Geist des ehemaligen bayerischen Reichsrats – verpackt in Weine, die heute moderner, präziser und lebendiger sind denn je.

FAQ – Wissenswertes zum Weingut Reichsrat von Buhl

Warum heißt das Weingut "Reichsrat" von Buhl?

Der Titel stammt von Armand von Buhl, der von König Ludwig II. zum „Reichsrat der bayerischen Krone“ ernannt wurde. Dies war ein politisches Ehrenamt in der ersten Kammer des bayerischen Parlaments.

Wie hängen Reichsrat von Buhl und Bassermann-Jordan zusammen?

Beide Güter entstanden 1849 aus der Jordan’schen Teilung. Seit 2005 sind sie (zusammen mit von Winning) wieder in einer privaten Hand vereinigt.

Was ist die Besonderheit der "Bone Dry" Weine?

Diese Weine sind radikal trocken ausgebaut (meist unter 2g Restzucker), um die pure Mineralität des Bodens ohne ablenkende Süße zu zeigen.

Kann man vor Ort Weinproben machen?

Ja, das Weingut bietet in seiner Vinothek in Deidesheim täglich die Möglichkeit zur Verkostung sowie fachkundig moderierte Weinproben an.

Wo genau liegt das Weingut Reichsrat von Buhl und wie ist es erreichbar?

Das Weingut Reichsrat von Buhl hat seinen Sitz in der Weinstraße 18, 67146 Deidesheim, einer der bekanntesten Weinbaugemeinden an der Mittelhaardt im Herzen der Pfalz. Gelegen direkt an der Deutschen Weinstraße, befindet sich das historische Anwesen nur etwa 10 Minuten nördlich von Neustadt an der Weinstraße und rund 15 Minuten südlich von Bad Dürkheim.

Welche Zertifizierungen hat das Weingut?

Neben der Bio-Zertifizierung ist das Gut umfassend nach dem Ecostep-Standard zertifiziert, der Qualität, Umwelt, Arbeitsschutz und Lebensmittelsicherheit (FSSC 22000) abdeckt.