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Grauburgunder

Grauburgunder ist eine Rebsorte, die bereits vor mehreren Jahrhunderten durch eine Mutation der Spätburgunder-Traube entstanden ist. Seinen Weg nach Deutschland fand der Pinot Grigio, wie der Grauburgunder in Italien genannt wird, vermutlich über Ungarn und die Schweiz, wo er am Bodensee angebaut wurde.

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Grauburgunder
Typ
Weißwein (5)
Land
Deutschland (3) Italien (2)
Region
Venetien (2) Baden (2) Pfalz (1)
Rebsorte
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Stil
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Food Match
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Weingut
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Preis
8 bis 10€ (3) 10 bis 20€ (2)
Grauburgunder
Pinot Grigio
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'Pinot Grigio, Pinot Gris, Bullshit' Drink real Grauburgunder 2018
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Grauburgunder, Pinot Grigio, Ruländer und Co.

Die Rebsorte Grauburgunder ist bereits vor mehreren Jahrhunderten durch eine Mutation der Spätburgunder-Traube entstanden. Seinen Weg nach Deutschland fand der Pinot Grigio, wie der Grauburgunder in Italien genannt wird, vermutlich über Ungarn und die Schweiz, wo er am Bodensee angebaut wurde.

In Deutschland erhielt der Grauburgunder-Anbau zusätzlichen Auftrieb, als der Kaufmann Johann Seger Ruland Anfang des 18. Jahrhunderts in einem verwilderten Garten in Speyer die Traube gleichsam neu entdeckte, in größerem Stil vermehrte und unter dem Namen Speirer vertrieb. Später setzte sich dann auch die Bezeichnung Ruländer durch. Nach deutschem Weingesetz sind für diese Rebe die Bezeichnungen Ruländer, Grauburgunder und Grauer Burgunder zugelassen. In Frankreich ist er als Pinot Gris bekannt.

Internationale Rebsorte Grauburgunder: vom Burgund in die Welt

Wenn auch so manches Detail in der Geschichte der Rebsorte Grauburgunder nicht ganz gesichert ist: Fest steht, dass die Rebe in zahlreichen Anbaugebieten West-, Mittel- und Südosteuropas bereits seit mehreren Jahrhunderten verbreitet ist, sehr gute Weine erbringt und durch ihren Erfolg auch weltweit angebaut wird.

Insgesamt wächst Grauer Burgunder auf ca. 15.000 Hektar Rebflächen. In Deutschland wird fast ein Drittel der gesamten Weltproduktion von Grauburgunder angebaut. Besonders beliebt ist Grauburgunder in Baden, in der Pfalz, in Rheinhessen und an der Nahe.

Die wichtigsten Anbauregionen erstrecken sich gleichsam in einem großen Bogen von Luxemburg, dem Elsass und der Westschweiz über die deutschen Anbaugebiete, Österreich und Norditalien, dann weiter über die Slowakei, Ungarn und Slowenien bis nach Südosteuropa hinunter. Deutschland und Italien sind von der Menge des erzeugten Weines her die wichtigsten europäischen Anbauländer für Grauburgunder, während das Elsass als Heimat der hochwertigsten europäischen Weine aus dieser Rebsorte gilt.

Doch die Erfolgsgeschichte des Grauburgunder geht noch weiter, denn wie so viele andere hochwertige Rebsorten hat auch er inzwischen den Weg in überseeische Weinbauländer gefunden und ist heute sowohl in Nord- und Südamerika als auch in Australien, Neuseeland und sogar Südafrika anzutreffen!

Grauburgunder: Aussehen und Eigenschaften

Aufgrund der erwähnten engen Verwandtschaft ähneln Grauburgunder-Trauben optisch sehr stark denen der Spätburgunder-Rebe, so dass beide Sorten oft kaum voneinander zu unterscheiden sind. Die meisten Grauburgunder-Trauben sind mittelgroß und haben eine walzenartige, zuweilen auch eine rundere, zapfenartige Form.

Die Beeren entwickeln rasch eine rötliche, relativ dunkle Farbe, die mit zunehmender Reife dann immer mehr graublaue Nuancen zeigt. Erstaunlich ist das breite Spektrum an Farbtönen, das Grauburgunder-Beeren im Reifestadium aufweisen können. Es reicht von Rot über Kupfer bis hin zu Blaurot und Grau. Dabei kann es sogar vorkommen, dass alle diese Farbabstufungen innerhalb einer einzigen Traube zu finden sind!

Da die Beeren recht dicht nebeneinander stehen, können sich sehr leicht Pilze auf ihnen ausbreiten, eine Tatsache, die aber durchaus gute Seiten haben kann, denn auch Botrytis cinerea - der die begehrte Edelfäule hervorrufende und daher vor allem im Herbst oft erwünschte Schimmelpilz - kann sich hier rasch und großflächig ansiedeln.

Ansonsten handelt es sich beim Grauburgunder um eine relativ robuste Rebsorte, die nicht sehr empfindlich gegen Frost und auch wenig anfällig für Krankheiten ist. Was Klima und Standort betrifft, so ist die Grauburgunder-Rebe genügsam; sie gedeiht am besten in gemäßigten Klimazonen und bevorzugt tiefgründige Löss-, Lehm- und Kalkböden.

Grauburgunder-Geschmack: sanft aromatisch

Die Bandbreite der Weintypen und deren Geschmack, die aus der Grauburgunder-Traube erzeugt werden, ist sehr umfangreich, sie reicht von leichten Konsumweinen über gehaltvolle trockene Erzeugnisse bis hin zu edelsüßen Tropfen und Schaumweinen. Typische Grauburgunder-Weine von guter Qualität sind extrakt- und körperreich mit einem relativ hohen Alkoholgehalt. Ihre Weinsäure ist nur mäßig ausgeprägt und von mildem Charakter.

Die Weine sind aufgrund des dunklen Fruchtfleisches der Beeren meist von einer kräftigen gelben Farbe, in der sich zuweilen bräunliche oder rötliche Reflexe zeigen können. Das Bouquet von Grauburgunder ist in der Regel eher zurückhaltend, und auch ihr Geschmack ist sanft aromatisch. Aromen von Grauburgunder erinnern an frische gelbe Früchte wie Apfel oder Birne sowie häufig auch an Zitrusfrüchte.

Schwerere Tropfen, wie sie zum Beispiel im Elsass oder in Übersee aus dieser Rebsorte erzeugt werden, können auch Noten von intensiver schmeckenden Früchten wie Pfirsich, Ananas oder Mango aufweisen. Weitere für Grauburgunder charakteristische Aromen sind Nüsse, Mandeln und Gewürze sowie ein leicht rauchiger Ton. Süßere Weintypen zeigen zusätzlich oftmals noch feine Honignoten.

Ausbauvarianten von Grauburgunder

Beim Ausbau von Grauburgunder-Weinen findet man die verschiedensten Varianten: Je nach Traubenqualität und angestrebtem Weinstil werden sie entweder im Stahltank, im großen Holzfass oder im Barrique ausgebaut, wobei zuweilen mehrere dieser Möglichkeiten miteinander kombiniert werden.

Leichte Grauburgunder-Weine, die aus frisch reifen Trauben gewonnen werden und für den baldigen Genuss bestimmt sind, reifen normalerweise ausschließlich im Stahltank, da auf diese Weise Frische und Fruchtigkeit am besten erhalten bleiben.

Grauburgunder-Trauben, die voll ausreifen durften und konnten, verfügen dagegen in der Regel über genügend Statur, um dem Ausbau in großen Holzfässern oder auch in kleinen Barriquefässern standhalten zu können. Meist lassen die Kellermeister allerdings nur einen Teil des Weins im Barrique reifen und mischen ihn anschließend wieder mit dem restlichen Wein, der keinen Eichenholzkontakt hatte. Oder der gesamte Wein kommt ins Barriquefass – jedoch nur für wenige Monate. Das Geschmacksprofil von Grauburgunder ist großartig unterschiedlich - Zeit, tolle Grauburgunder zu genießen!