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Luca Maroni

Luca Maroni - der Maestro in Sachen italienischer Wein

Maronis Repertoire

Wer in Sachen italienischer Wein was auf sich hält, muss Luca Maroni lesen. Der Wein-Kritiker und Autor ist gerade dabei ein beachtliches Lebenswerk zu schaffen. Die Wein-Bewertung ist dabei zwar das Herzstück, aber das Repertoire von Luca Maroni reicht viel weiter, als einfach einen Wein-Tipp auszusprechen. Bekannt ist Luca Maroni besonders für seinen Italien-Weinführer Guida dei Vini Italiani.

Italienischer Wein

Bekannt ist Luca Maroni aber auch für seinen eigensinnigen Verkostungsstil. Denn für Luca Maroni ist die Frucht alles! Wein soll klar, balanciert und konzentriert sein. Damit ist italienischer Wein natürlich hoch im Kurs. Denn häufig spiegelt Wein Italien wider. Und so ist der Süden Italiens eben so offen, warmherzig und liebenswert, wie es seine Weine sind.

Über Luca Maroni

Wer ist Luca Maroni?

Wäre Luca Maronis Lebensgeschichte ein Film, hätte Christopher Lee die Hauptrolle gespielt. Im Film säße Christopher Lee - oder Luca Maroni - mit Rauschebart und Tweedjackett auf einem Ohrensessel vor einem glimmenden Kamin. Literweise italienischer Wein verteilt auf unzählige verschiedenartige Gläser und stapelweise Notizbücher, vollgeschrieben mit einer Wein-Bewertung nach der anderen, befänden sich auf dem halbhohen Tisch im gedämpften Licht eines römischen Altbaus.

Man darf über Luca Maroni so pathetisch schreiben, denn genauso viel Pathos' bedient sich auch Luca Maroni, wenn er zum Thema italienischer Wein schreibt. Überhaupt schreibt Luca Maroni jede Menge, publiziert unzählige Bücher und Artikel zum Thema Wein: Italien steht dabei im natürlich im Mittelpunkt.

Mit einem simplen Wein-Tipp gibt sich Luca Maroni dabei nicht zufrieden. Sein Anspruch scheint es zu sein, umfassend zu zeigen, wie Wein Italien prägt und formt. 450 Seiten nahm er sich etwa 2015 Zeit, um Leonardo da Vincis Lebensgeschichte aus einem raren und vinophilen Blickwinkel zu erzählen.

Wer ist also Luca Maroni?

Luca Maroni ist in erster Linie Autor und Weinkritiker. Mit seinem enormen Schatz vollkommen verschiedenartiger Publikationen ist er wohl der mystischste aller Weinkritiker. Immer etwas verwegen und immer etwas eigenwillig. So weit, so Christopher Lee. Ein Bösewicht, wie Christopher Lee sie gerne verkörperte, ist Luca Maroni aber keinesfalls.

Denn fast schon philanthropisch kann man es nennen, wie viel seiner Arbeit frei auf Lucamaroni.com verfügbar ist. Abschrecken lassen sollte man sich also nicht vom manchmal altherrenhaften Auftreten des Maestros in Sachen italienischer Wein. Sondern stöbern, lesen und genießen!

Wie bewertet Luca Maroni?

Für Luca Maroni ist Frucht die Klinke, mit der sich die Tür zum Wein öffnen lässt. Frucht ist für Maroni das Rückgrat. Frucht übermittelt die wahren Botschaften des Weines, sie beherbergt seine DNA. So manifestiert Luca Maroni seine Herangehensweise an die Wein-Bewertung in seinem 1997 erschienen Buch Degustare il Vino.

"Manifestiert" ist hier kein sprachliches Mittel. Degustare il Vino liest sich tatsächlich wie ein Manifest der Wein-Bewertung. Sehr analytisch tastet sich Luca Maroni an das Weintrinken heran, stellt Formeln auf, definiert Begrifflichkeiten und spricht von organoleptischen Parametern.

Seine Grundannahme, die er ganz großspurig Axiom nennt, ist dabei aber ganz einfach und eingängig:

Wein bereitet dann eine Freude, wenn sein Geschmack jenen Geschmack der Frucht wiedergibt, aus der er gewonnen wurde." - Luca Maroni in Degustare il Vino

Salopp kann man sagen, dass für Luca Maroni eine guter Wein nach dem schmeckt, woraus er gemacht ist: nämlich nach seinen Trauben. Der Soll-Zustand ist erreicht, wenn Konzentration, Balance und Reinheit ihren Zenit erreicht haben. Oxidative Noten, übermäßigen Einfluss von Eichenholz und buttrige Aromen lehnt Luca Maroni ab.

Eine saftige Sangiovese-Traube, in der montepulcianischen Sonne ausgereift, schmeckt schließlich auch nicht nach Butterscotch, würde er wohl entgegnen.

Wie vergibt Luca Maroni Punkte?

Die Parameter Konzentration, Balance und Klarheit bilden die drei Säulen in Luca Maronis Wein-Bewertung. Jeder dieser Parameter wird einzeln bewertet und kann maximal 33 Punkte erhalten. 33 mal 3, das macht 99 Punkte. 99 Luca Maroni-Punkte, näher kann kein Wein der Perfektion kommen. 100 Punkte, so Maroni, spiegelten den perfekten Wein wieder. Perfekt könne wiederum kein Mensch sondern nur Gott sein. Und der macht bekanntlich leider keinen Wein.

Während die meisten Kritiker einem Wein erst ab 80 oder mehr Punkten mit echter Wertschätzung begegnen, hat es eine andere Bedeutung, wenn Luca Maroni Punkte vergibt:

  • 100 Luca Maroni-Punkte sind Gott vorbehalten und werden nicht vergeben …
  • 99 Luca Maroni-Punkte: der bestmögliche Wein auf Erden
  • 84-98 Luca Maroni-Punkte: dringend zum Kauf empfohlen, hochklassig
  • 74-83 Luca Maroni-Punkte: zum Kauf empfohlen

Luca Maroni ist damit nicht unumstritten. Denn manchmal sind es die feinen Ungereimtheiten, der gekonnte subtile Einsatz von wilden und ungebändigten Aromen, die aus einem guten Wein einen phänomenalen machen. Ein erdiger Pommard oder ein karger Chassagne-Montrachet würde es, aller Finesse zum Trotz, wohl nie in die höchsten Weihen schaffen.

Ein mäßig komplexer aber wuchtiger Primitivo hat eine Wein-Bewertung jenseits der 84 Punkte aber fast schon sicher. Auf jeden Fall aber weiß man bei Luca Maroni, was man bekommt, wenn man seinem Wein-Tipp folgt. Und das ist ja schließlich der Sinn eines Wein-Guides.

Was macht Luca Maroni zum Tausendsassa der Kritiker-Welt?

Luca Maroni schreibt, verkostet, bewertet, berät, moderiert und entwickelt. Und das gedruckt, digital, auf der Bühne und im Fernsehen. Damit ist Luca Maroni eindeutig der umtriebigste Kritiker der Weinwelt. Als vinophilen Universalgelehrten kann man Luca Maroni bezeichnen.

Anfang der 90er-Jahre forschte er über Jahre an den chemisch-physikalischen Zusammenhängen, die darüber entscheiden, ob ein Wein blanke Freude oder helles Entsetzen in uns auslöst. Seine Ergebnisse flossen nicht nur in Degustare il Vino sondern auch in das Wein-Kapitel des Treccani - den italienischen Brockhaus.

Mit seinem Weinrad widmet sich Luca Maroni der Synästhesie des Weines. In einem kreisförmigen, Diagramm ordnet er Gerüchen und Aromen Farben und Klänge zu. Einer hoher Ton etwa ist orange, schmeckt süß und duftet reif und rund. Ein dunkler Ton hingegen lila, spröde und lauwarm.

Als Kolumnist ist Luca Maroni für Oggi, Decanter, Corriere della Sera und Cucina tätig. Auch im italienischen Fernsehen ist er immer wieder zu sehen. Und das alles neben seiner Haupttätigkeit: dem Bücherschreiben und Weinverkosten.

Egal was Luca Maroni macht, italienischer Wein steht im Mittelpunkt. Über 300.000 Weine hat er bis heute verkostet und zahlreiche Bücher geschrieben. Und im Gegensatz zu Christopher Lee weilt Luca Maroni ja noch unter uns. Wer weiß, welche Idee er als nächstes hat.